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Genealogische Geschichte des Geschlechts von Jeetze
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das dem Herzog übertragene Wordingborg auf Seeland in Besitzgenommen und Alles für den Empfang desselben bereit gemacht hatte,kam derselbe nicht.') Dies Zögern erstickte die angeregte Theilnahmefür Albrccht und brachte Joachim v, Jeetze den Machthaber» in Kopen-hagen gegenüber in eine so mißliche Stellung, daß er schon am 9. Märzseinem Fürsten voll Unmnth darüber schreibt/) Dazu kam religiöserVerdacht der protestantisch gesinnten Volkspartei gegen den HerzogAlbrecht, welcher seine Hinneigung zum Katholicismus nicht verhehlte.Joachim v. Jeetze fordert deshalb seinen Fürsten mehrfach dringendauf,sich der Blessen und aller alten Cerimonien zu cntschlagen undsich mit allen Dingen ans die evangelische Weise zu schicken" ^) undbittet in einem ziemlich offnen Schreiben vom 4. März, in welchemer sich Ew. F. Gn. armer elender Pfaffe Joachim v. Jeetze unter-zeichnet, daß nurEw. F. Gn. der Lutherei anhange, wassie das Wort Gottes nennen," aber auch in dieser Beziehungscheinen seine Bemühungen bei dem Herzog vergeblich gewesen zusein, wie denn das ganze Unternehmen im Jahre 4536 gründlich ge-scheitert ist/)

>) Ibickem I., 319, 349.

2) ibiSem I., 358 : daß sich Wohl etliche Leute hören lassen, sie können nichtsAnderes vermerken, denn daß Ew. Gn. ein Königreich mit Schreiben und Briefenwollen einnehmen, und Hab so lange den Leuten vorgelogen nnd getragen, daß ichschier Niemand mehr recht ansehen darf; derowcgcn ich auch mich in acht oder vierzehnTagen will aufmachen und hinausziehen, denn ich muß mich dcß vermnthcn, wennEw. Gn. so bald nicht kommen, daß man nur nnd denjenigen, so Ew. Gn. hcrein-gcschickt, den Hals entzweischlägt."

Ibiltem S. 320, 337: nnd mit dem gemeinen Mann zu helfen nndzu bewilligen, die Bischöfe, Acbtc nnd den Adel zu verjagen nnd auszutreiben;" wennman erführe, daß Ew. Gn. mit Messen n. s. w. nach der papistischcn Weiseumgingen, so wäre alle Mühe und Arbeit verloren!"

->) Sehen wir ans diese politische Thätigkeit Joachims zurück, so müssen wir un-bedingt das diplomatische Talent anerkennen, mit dem er eine so schwierige Missiondurchgeführt hat, bis sie an der Macht der Umstände scheiterte. Dagegen erscheint seinereligiöse Stellung zweideutig. Daraus, daß der katholische Herzog gerade ihn zumUnterhändler mit den protestantischen Lübeckern nnd Dänen wählte, sowie ans seinenVersprechungen, daß der Herzog nach der evangelischen Weise sich halten werde, nament-lich aber ans seinen obigen brieflichen Aenßcrnngcn scheint doch klar hervorzugehen,daß er innerlich ziemlich gleichgültig zu dem katholischen wie zu dem lutherischen Be-kenntnis; stand, nnd er der damals weit verbreiteten Ansicht huldigte, daß die Stellungzu dem religiösen Bekenntnis; sich zeitgemäß nach dem persönlichen politischen Interesserichten müsse. Doch scheint er nach dem Briefe vom 4. März (s. o.) mehr dem lu-therischen Glauben abgeneigt gewesen zu sein, wenn nicht auch jene AusdrückeDiplomatie waren.