zu verbinden. Die beste Gelegenheit gab dazu der ohne nahe Lchns-erbcn erfolgte Tod Albrechts v. Beust auf Büste und Döllnitz, dessenbeide Töchter nach alter Tradition mit zwei Brüdern v. Zeetze ver-mählt waren. Der Churfürst belehnte Vicke, Jan und Friedrichv. Jeetze, wie in der Einleitung bei den einzelnen Dörfern angegebenist, zuerst 1427 mit Döllnitz und Prästationen in Büste, dann1430 mit einem größeren Besitz in dem letzteren Orte und in Pori tz,woran sich 1436 bis 1475 weitere bedeutende Ankäufe in Grassan,Hohenwnlsch und Poritz anschlössen.') In Folge dieser Erwer-bungen verließen wenigstens zwei jener Brüder und ihre Söhne dieHeimath Jeetze und wohnten nun in Büste und Hohenwnlsch,wurden dadurch aber auch von der Lehnsherrschaft der v. Alvenslebenfrei. Durch Kauf ist es ihnen vielleicht damals auch gelungen, zu-nächst zwei, später drei Theile von Jeetze selbst lehnsnnabhängig zubekommen. Wenigstens umfaßte das Afterlehen jetzt nur den viertenTheil von Jeetze, den Besitz in Brunow, Mehrin und Beese^)(s. Einl) sowie Hebungen in Karstedt n. a. O. Sicher erfreutensich die v. Jeetze damals großen Besitzes und Ansehens.
15. Bicke, Sohn Friedrichs. (12) Außer seinerBetheilignngan den Belehnungen mit Döllnitz, Büste und dem Gehölz von Poritz1427 und 1430 wissen wir nur, daß er sicher 144i, wahrscheinlichaber schon im Januar 1432 todt ist, und daß er Kinder hinterlassenhat, die ohne Zweifel seinen lehnsunabhängigen Hof in Jeetze be-wohnten.
16. Jahn, Bruder des Vorigen. Er tritt schon 1415 mitgroßem Geschick und Glück in dem oben erwähnten Kampfe gegenden Erzbischof Günther von Magdeburg auf und hat dieser wahrschein-lich mit Fug und Recht über ihn, der doch nur „des marggraven manwar," geklagt.^) Er kaufte 1427—30 mit seinen Brüdern, wie oben
') s. oben Einl. ?. ff.
2) Vgl. den Lchnbricf vom 2. Juni 1518. (Riedel, I, XVII. S. 2VK).
3) Fast scheint es so, als ob die nach Büste nnd Hohenwnlsch übersiedelten Fann-licnglicdcr, um sich von den Aftcrlehnsfcsseln frei zu erhalten, die Mitbelchnnng mitdemselben nicht mehr nachgesucht haben, da ihre Nachkommen mit allen ErbansprüchenISIS ganz abgewiesen werden.
Riedel, II., III., 310—322: Jahn überfiel mit seinem Bruder Friedrich IIISdas Dorf Knltz und erbeutete ein Pferd, 6 Gulden Werth, zu Neucnhofc bei Neu-haldcnslebcn. Am 13. April 1117 bcthciligte er sich an einem großen Zuge des Ganszu Putlih gegen Wolmirstcdt und erbeutete am 20. August, hier in erster Reihe ge-nannt, also Anführer des Zugs, vor derselben Stadt 17 Schock Schweine und noch