17
diesem Ort und Hohenwulsch.') Es ,5 26 Hufen, von denen
eine dem Pfarrer gehörte, doch ste von geringem Werth.
Friedrich und Jan v. Büste hat ganze Gericht, den Wagen-
dienst und 6°/. Stücke zu Le das Angefälle von noch 6>/^
Stücken.2) Der ehemalige atz wird noch gezeigt.^) 1141
werden die v. Jeetze mit dem w >. ,l e n Dorfe Osmor belehntl) 1631war Schmoor nur Feldmark mit sehr wichtigen Erbschäfereien, andenen beide Linien der v. Jeetze Theil hatten. Doch stand schon 1623dort ein herrschaftliches Wohnhaus. Ein Zweig der in Schäplitz an-gesessenen Familie v. Kalben, der 1662 einen Antheil an Schmoorvon den v. Jeetze erkauft hatte, wohnte auch in demselben. Erst ge-gen Ende des vorigen Jahrhunderts wurde es niedergerissen. Aufder Feldmark Schmoor legte Herr v. Levetzow (256) die ColonieFriedrichsfleiß und das Vorwerk Fricdrichshof an. Schmoor selbstbesteht auch jetzt nur ans drei Tagelöhnerhäusern.
13. Mehr in. Mehrin liegt etwa eine Meile von Calbe, nörd-lich von der Milde, ans dem Wege nach Osterburg, gehörte um 1300mit Kalbe dem Droiseko v. Kröcher und ward (321 mit Jeetze andie v. Alvensleben verkauft. Am (2. Mai 1102 veräußerte HansDequede an dieselben sein Drittel an dem Hofe und Dorfe zu Mehrinfür 30 Marchs) Hier hatten die v. Jeetze 1111, 1179 und 1516das halbe Gericht und Kirchlehen, jedoch nur als After lehen vonden v. Alvensleben- Als die Nebenlinie der v. Jeetze, welcher Mehrinund die beiden zunächst folgenden Dörfer gehörten, nach 1500 aus-starb, fiel 1518 das Kirchlehen, 16 Schillinge Pächte, der Schulze
>) Riedel, I., vi., 460. Es hat einem Bürger-Geschlechte den Namen gegeben,aus welchem Uinrious äo Osssmor 1203 Rathsherr zn Stendal war. (Riedel,I., V., 64.)
-) Fidicin, Landbnch S. 2t8. Krng und Mühle waren nicht vorhanden.
2) Trümmer der Kirche, wie v. Klöden in seiner Familiengeschichte S. 02 be-richtet, sind nicht mehr zu sehen. Hier hat vielmehr eine Verwechslung mit den leidervor einigen Jahren entfernten Ruinen der Kirche in dem längst wüst gewordenenDorfe Vintzkow stattgefunden, das zwischen Grassan und Schmoor, kaum eine Viertel-stunde von dem letzteren entfernt, doch etwas nördlicher, auf dem Wege von Grassannach Möllenbeck lag.
-l) Es kann also nur zwischen t375 und 1441 wüst geworden sein, vielleichtdurch die Verheerung des schwarzen Todes, oder in der Zeit der Quitzowschcn Un-ruhen, in denen auch die naheliegenden Dörfer Klöden, Garlipp, Rochau und Grossauheimgesucht sind, durch Feindcshand.
5) v. Klöden, Gesch. der v. Kröcher S. 271. Riedel, I., XVII. S. 06. 108.
2