8
hatte dort schon das Kloster Arendsee den meisten Besitz«) n»d nnrHeinrich Schhninghen hatte noch 1«/->Wispcl »nd 2«/^ Schillinge vonden v. Jeetze. Die Bede daselbst, welche 15«/? Scheffel Roggen,eben soviel Gerste nnd Hafer und 5 Pfund 48 Schillinge und 9 Pfennigeumfaßte, wurde 28. August 4438 an Busso, Bernd und Matthias v.d. Schulenbnrg zu Beetzendorf verliehen. Aus ihr vermnthlich ver-pfändete Dietrich v. d. Schulenbnrg 15. Juni 4496 3 Scheffel Roggens)4441, 1479 n. f. w. bis 1761 hotte die Hohenwulscher Linie derv. Jeetze hier zwei Höfe mit dem Gericht. 1668 hatte Sanne 8 Hiifnernnd drei Kossathen, Ehnrf. Gnaden mit allem Gericht gehörig; zweiHiifner standen den v. Jeetze zu, einer gehörte nach Salzwcdel/) Erstnach dem Jahre 1848 sind die v. Jeetze'schen Hebungen hicrabgelöst. —-
3. Neulingen. In Neulingen, das eine Meile östlich vonArendsee liegt, verkauften die v. Jeetze schon 1329, 1344 und 1366 sobedeutende Getreidepächte an das Kloster Arendsee, ls. u. 3. 4. 7.),daß wir annehmen müssen, eS habe ihnen ursprünglich fast das ganzeDorf gehört. 1375 besaß das Kloster daselbst 23 Stücke«) nnd 6Scheffel Roggen, während die v. Jagow nur 2 Stücke und 6 Schef-fel hatten.")
4 Cassnhn. Cassnhn, ehemals Cossnn, eine Meilejsüdwestlichvon Arendsee, wird wahrscheinlich schon 956 unter dem Namen Ea-zina als der Abtei Quedlinburg geschenkt erwähnt.««) 1352 hat Hein-rich v. Jeetze (4) dort Besitz. ES hatte 1375 12 Hufen nnd gehörtemeist den v. Jeetze mit höchstem Gericht; die v. d. Schulenbnrghatten nnr ein Drittel mit höchstem Gericht, von jeder Hufe einenWispcl Roggen nnd die Bede von 7'/^ Stücken. Der Ort war da-mals wüst.h Von 1441 bis 1761 wurden die v. Jeetze mit zwei
«) Fidicin Landbuch S. 182, Das Kloster hatte daselbst 14 zinspflichtige Husen,von denen jede '/-.Mispel Roggen gab. Der Schulze besäst 4 Husen mit 2 Stucken freivom Kloster. Dasselbe hat dort 23 SchcssclHafer, 10«/z Schillinge nnd 32Hühncr vonden v. Jagow, die andere Halste gehörte verschiedenen Bürgern.
Riedel I., V., 10 l. 482.
") v. Eickstedt Landbnch S. 222.
-«) Jedes Stück war einem Mispel Roggen an Wcrthe gleich.
«9 Fidicin Landbnch S. 187.
") Wohlbrück Gesch. der Altmark S. 35.
6 Fidicin Landbnch S. 17g. Am 15. Juni llllö verkauft Dietrich v. d.SchUlenburg vier Schillinge und ein Lehnpferd aus dem Schnlzcnhofe zuCassnhn nnd die ungcthcilte Rente daselbst, die er mit seinem Bruder Heinrich ab-wechselnd genießt. (Riedel I., V., 482.)