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1 (1857) Bis zum Jahre 1533 reichend
Entstehung
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Offener Brief

an die Herren Senior und Stifts-Directorcn der Wangenheim-Winterstein'schen Familienstiftung.

Hochgeehrte Herren!

Liebe Vettern und Freunde!

Euch und den Mitgliedern unsere Geschlechts übergebe ich damit eineerste Ahtheilung derjenigen Materialien, welche ich seit länger als zwanzig Jahrengesammelt habe, um sie bei der Bearbeitung einer Wangenheim' sehen Geschlechts-Geschichte zu benutzen.

Eine solche Geschichte wirklich zu schreiben, dazu hat es mir bis jetzt theilsan der nöthigen Müsse während eines mehr oder weniger reich bewegten, demDienste meines Königs und Herrn und diesem Lande gewidmeten Geschäftslcbensgefehlt, theils aber ist das Material dazu, meiner Ueberzeugung nach, noch vielzu unvollständig und zu wenig bei einander.

Die Vervollständigung desselben würde zunächst, soviel die mittelalterlichePeriode einer solchen Geschlechts-Geschichte angeht, noch umfassende archiva-lische Nachforschungen und Studien, namentlich in den Archiven zu Gotha, Wei-mar, Dresden und Cassel erheischen, welchen mich zu widmen es mir bis jetzt anGelegenheit und Zeit gebrach; dann aber würde für die neuere Zeit, welche ichvom Anfange des 16ten Jahrhunderts an auch für die Geschichte unsrer Familiezu rechnen geneigt bin, wo die pergamentnen Quellen, von den sich immer wie-derholenden Lehnbriefen abgesehen, zu fliessen aufhören, und statt derselbenweitläuftige Actenschrciberei Mode wird, aber auch die Besitz-Verhältnisse unddie dabei vorkommenden Veränderungen complicirtcr werden, und das Interessean einzelnen in der immer zahlreichem und sich weiter verbreitenden Familiehervortretenden Persönlichkeiten zunimmt, die Mittheilung von noch mehr dieseVerhältnisse bezielenden Notizen nothwendig werden, als sie mir bis jetzt vonSeiten der Familie zu Gebote gestellt sind, wenngleich auch für die Zeit seit1533 meine Materialiensammlung nicht ganz unbedeutend ist.

Bleibt es also zur Zeit noch ungewiss, oh es mir in spätem Tagen einmalvergönnt sein wird, die Geschichte unserer Familie in einer Gestalt zu Tage zufördern, wie sie den Ansprüchen genügt, welche der heutige Stand historischerForschung an ein solches Unternehmen zu stellen berechtigt, so habe ich es dochfür eine Pflicht gegen meine Familie erkannt, und auch für Dritte, welche sichfür dergleichen Forschungen interessiren, für vielleicht willkommen gehalten,wenn ich das, was ich während einer langen Jalires-Reihe nicht ohne Mühe undAufwand an Zeit und Kosten für einen solchen Zweck gesammelt habe, durchden Druck vervielfältigt, Andern zugänglich zu machen nicht unterlasse.

Der Titel „Regcsten und Urkunden" zeigt, was man von dieser Sammlungzu erwarten hat, und brauche ich nur hinzuzufügen, dass hei der Anordnung desGanzen mich der Gedanke geleitet hat, das chronologisch zusammenzustellen,was sich theils in bereits gedruckten Urkundenbiiehern und Gcschichtswerken,theils in mir zugänglich gewesenen Archiven auf die ursprünglichen Stammgüterder Familie oder auf deren Glieder Bezügliches mir dargestellt hat.

Was ich aus gedruckten Quellen entnommen habe, habe ich in der Regelnur in Regestenform unter Verweisung auf die Quelle gegeben, und vondieser Regel nur da eine Ausnahme gemacht, wo die Urkunde sich direct auf

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