Druckschrift 
1 (1856)
Entstehung
Seite
346
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Gerechtigkeiten.

den Braunschwci'gschen und Hessischen Grenzen liegen, und wennsie das Bier nur vom entfernten Heilige nstadt und Duder-stadt holen dürfen, dasselbe weit theurer komme, als an andernOrten.

Im Jahr 1665 hatte Thilo Reinhard von Linsingcnin Birke feld die Bierbrauerei erlangt, durfte aber das Bier andie von Hansteinische Krüger und Unterthanen daselbst nicht ablassen.Die v. H. verstatteten ihm solches am 26. Aug. 1665 auf seinAnsuchen, gegen seinen Revers, daß ihnen solches an ihrer herge-brachten Jurisdiktion nicht schade und das Bier in richtigem Maasund ,/Eick" und nicht theurer als in den Städten gegeben werden solle.

Die vom Erzbischof 1661 gestattete Braugerechtigkeit in Wähl-barsten führte 1667 zum Streite zwischen den v. H. und der Ge-meinde, welche solche für sich verlangte. Als Hans v. H. einen,wie er glaubte, günstigen Bescheid erhalten, wollte er solchen demdortigen Schulzen Jost Trpesman persönlich insinuiren, fandihn, da er nicht zu ihm heraus kam, in seiner Stube auf deinBette liegend, machte ihm bittere Vorwürfe, und griff, als jenersich verantwortete, zum Stock, worauf beide handthätig wurden undHans v. H>, welchen der Schulze angeblich sogar zu erstechendrohte, und dazu ein Messer begehrte, einige Verletzungen im Ge-sicht erhielt, und seine Wiederherstellung in Wahlhausen, wo erbei einem Verwandten einkehrte, abwarten mußte. Indessen ließer den Schulzen durch die von Hansteinschc Gerichtsdicner greifenund etzliche wenige Tage in Arrest, und zwar nicht in euroore,wiewohl er solches gnugsamb verdient hette, Sondern in einerwarmen stuben dctinirct und endlich nach vielfältigen Bitten undFlehen, auch nach der Bcthcnrung, daß er den Hans v. H. nichtgekannt habe, gegen Ausstellung einer Urfehde wieder frei lassen."

Die Sache hatte übrigens doch große Sensation gemachtund war bis nach Mainz zu den Ohren des Erzbischofs gckom-mcn, welcher so wenig Gefallen daran fand, daß Hans v. H.besonders durch die angebrachte Aeußerung:er wolle den Bauernschon unter die Füße bringen» in des Erzbischofs hohe Uu-gnade fiel, und sich durch seine Relation und Verantwortung wie-der in des Erzbischofs Gunst zu bringen suchte."