Druckschrift 
1 (1856)
Entstehung
Seite
309
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Gerechtigkeiten.

mit Predigen zu machen, und da sie keinen Widerstand fanden,setzten Werner (t um 1606) und Heinrich v. H. (t vor 1602)zuletzt den Joh. Kniegc ins Dorf. Derselbe hatte die PfarreiErshauscn von dem Probste zu Heiligcnstadt und Canoni-cus zu Fritzlar, Georg von Dören, auf seinen Eidfchwurund schriftlichen Revers erhalten,daß er nach der Lehre derkatholischen Kirche predigen wolle."" Aber kaum war er einge-führt worden, so that er das Gegentheil und deswegen wurde ervon dem erzbischöfl. Commissarius abgesetzt und vertrieben."

Diese cvangel. Pfarrei Töpfer ist somit ein Patronat derv. H. geblieben, aber nicht vcr G e sammt-Familie, wie die Pfar-reien Wahlhausen, Werlcshausen und Bornhagcn, son-dern der Ershau fischen Linie, da nach den Mainzischcn Lehn-briefen von 1420, 1470 ?c. über die Windische Mark, 1518 und1539 w. über das Dorf Großtöpser dies ein Sonderlichen die-ser Linie, und von derselben von jeher die Ausübung dieses Patronat-Rechts den Gutsbesitzern des obern und untern Hofs zu Ershauscn,welche ein besonderes Interesse dabei haben, überlassen worden ist,wie noch 1847 ausdrücklich erklärt und königl. Regierung in Erfurt1851 bekannt gemacht wurde.

Zu den Patronat-Kirchen gehört auch ferner

Hottcnrode (Wolfs Gesch. d. Eichsf. I. S. 130), eineeinzelne im Felde liegende vom Kirchhofe umgebene Kirche, ohneZweifel zu einem verwüsteten Dorfe gehörig, deren Einwohner undFelvflur nach Höh engandern, mit dem sie ehemals vereint wa-ren, oder vielleicht auch der Confession wegen, nach dem Hannöver-schen Dorfe Riede rg andern gezogen sind. (S. 264.) Hottcn-rode gehörte ehemals zum Eichsfelde, wenigstens machte das kurf.Mainzische Amt Rustcberg darauf Anspruch, wenn auch von d«nHannovcrschen Amte Fricdland dies bestritten wurde. Nach demletzten Grcnz-Rczeß vom 21. Oct. 1743 (Urkb. 643) gehört diel Kirche ins Hannöversche Land, dessen südliche Hohcits-Grenze nichtweit von der Kirche herzieht. Schon im 17. Jahrh, war sie nebstNiedergandcrn mit dem Hannovcrschen Dorfe Reckcrshausscnverbunden, wo der Pfarrer wohnt; wie noch jetzt.Am 26. Nov."1688 bat nämlich nach einer alten Notiz Johannes

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