Druckschrift 
1 (1856)
Entstehung
Seite
166
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V. Hessische Gefammtlchn,

wird die Veranlassung dieses Lehnncrus ausgesprochen einer derHansteiner des Landgrasen Feind werden würde, dann sollte er desBurglehnö verlustig gehen, mit Ausnahme des Falles', wo sie inden Fehden ihres Herrn zu Mainz gegen Hessen mitwirkenmüßten. Man sieht, daß der Landgraf wenigstens einigermaßendie nachbarlichen Fehden zu verhindern suchte, wozu er auch nocheine nähere Veranlassung in den Nittcrbündnissen finden mußte,welche damals bereits anfingen und seinen Fürstenstuhl umzustürzendrohten. Es war schon viel gewonnen, wenn er nur ein mächtigesAdelsgeschlecht diesen Bündnissen entzog.

Mehrere Streitigkeiten und kleine Fehden der v. Han st einmit den Landgrafen von Hessen, ihren nächsten Nachbarn, fallen indie Zeit nach jener Belehnung von 1362; wurden aber, wie wirin einem folgenden Abschnitt erzählen werden, mit Landgraf Her-mann, den die Geschichte den Gelehrten nennt, an dessen HofeWerner v. H. mit seinen Söhnen Hans Werner Ritter, undHeinrich sich öfters aufhielt, 1377 und 1379 (Urkb. 169. 176.173), so wie mit Landgras Ludwig II., dessen Sohn, 1439(Urkb. 217. 219) und mit Landgraf Heinrich III. 1472 (Urkb.272. 273) verglichen, der sie zu seinen Mannen aufnahm. Land-graf Wilhelm II- (Ludwigs III. Sohn) ließ den, v. H. sogar1498 (Urkb. 299) mehrere Schlangenbüchsen mit Pulver und Bleiund Mehl für ihr Schloß Hanstein aus besonderer Gnade zukom-men. Unter diesen Umständen hatte die Wcitcrbeleihung mit diesenGütern von 1362 gerade 180 Jahre beruht, als Landgraf Philippder Großmüthige am 4. Juli 1542 (Urkb. 380) Curt v. H.sammt allen andern v. H. aufforderte, als seine Vasallen den 21.dess. zu Cassclaufs beste gerust, doch nit unter 8 Pferden zuerscheinen, geschickt mit Uns cyn Zeitlang zu Felde zu tzichn."

Dies mochte aber schon einige Monate früher bekanntwordenseyn, denn alle von Han st ein, die auf dem Han st ein waren,schriebenckatum Hanstein Montag nach Jürgen Ritter" (24. Apr.)1542 (Urkb. 379.1) an Lippolt v. Hanstein (Hofmeister derHerzogin Elisabeth von Braunschweig in Münden) und bitten ihn,Sonnabend nach ckudilaw (6. Mai) zu Hanstein zu erscheinen,um mehrere Sachenzu plegen und seinen Rad halff mitteylen,