Druckschrift 
1 (1856)
Entstehung
Seite
143
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ll. Lchngüter von Kurmainz.

Mainz zu rechten Mannlehen tragen, an Heinrich von Hanstein.Werners Sohn, Werner, Ritter, und Hans (Söhne desjenigenHans v. H. der mit der Wendischen Mark bcliehcn war), zuewigen Tagen verkauft haben und bitten Seine fürstlichen Gnaden,/die gnanten v. H. dennitde zu bclchcncn und begnodigcn, undwenn das geschüt, So geben wir solch Dorf und Güter mit irer"Vehorunge Ew. Gnaden uff und verlassen das geinwertiglichenmit crafft diß brieffs rc. Sie nehmen von diesem Verkauf nurihr Burglchn zu Bischofsstein aus. Die Mainzische Belchnungerfolgte erst 1479 nach dem Lehnbricf von Heiligcnstadt am Diens-tag nach aller Heiligen Tag von Kurfürst Dicthcr an Werner,Ritter und Hans v. Hanstein Gebrüder. Der letzterehat unsdemüttiglich gebeten, Jme von siner und syns, Bruders Wernherswegen solch lyhcn, so itzo zu uns kommen ist, genediglich zu lyhen,wir auch getrewe anncmige Dürfte, so er Uns und Unserm Stiftezu dißmaleu getan hat, angesehen, und Jme und sins BruderWernherdasDorssDopffern mitWustenungcn, Wald, Wasser,Weyten unv allen ander sinen Zugehorungen zu rechten Mann-lchen geliehen han rc."

Die ersten Erwerbcr blieben nicht lange im Besitz; denn schonam 23. August 1498 (Urkb. 399) sahen sich die Brüder Heinrich,Werner und Bencdict von Haustein genöthigt, dieses Dorfan Hermann Koch, Elfe seine Frau und Conrad Jordan und Anneseine Frau, Bürger zu Allendorf, zu versetzen.- Es wurde aberwieder eingelöst und durch Lehnbricf vom Kurfürst Albrecht zuMainz Dienstags nach Converston Pauli 1539 die Brüder Hansund Siegfried (Werners Söhne) und Ioft, Hans undMag-nuö v. H. (Heinrichs Söhne) damit beliehen, obgleich KurfürstDicther schon 1482 und der letzte der vier folgenden 1514 ge-storben war.

Der letzte Lehnbrief von Erfurt vom 23. Oct. 1894 enthält19 volljährige und 7 minderjährige Vasallen. Das Gut gehörtjetzt dem Besitzer des Untern-Hofs in Ershauscn. Die Gutsgcbäudesind nicht mehr aus der alten Zeit. Das Hcrrnhaus fehlt gänz-lich. Rechts steht das Pachterhauö und dem gegenüber das vomOberförster Carl v. H. in der neuern Zeit erbaute Stallgcbäude.