Nachtheile dieses Zwistes vor und empfahlen denHochmeister als Vermittler zwischen ihm und demKaiser.
Der Hochmeister, Konrad von Thüringen, reistenach Italien. Aber „nach Gottes unerforschlichemNathschluß" starb er bald darauf, zu Rom, am 27.Juli 1238. Mit ihm gingen die Hoffnungen derDeutschen zu Grabe. Die Versöhnung zwischen Pabstund Kaiser kam nicht zu Stande; der Bannfluchward nicht zurückgenommen.
Der Kaiser blieb fortwährend in Italien, dasihm mehr am Herzen lag als Deutschland. Er zogvon Sieg zu Sieg; näher und näher kam er demSitz des Pabstes, der Stadt Rom.
In Deutschland begannen die Fehden wieder.Des Kaisers Sohn, Konrad, der im Jahr 1237zum König von Deutschland gewählt worden, hattehier unter Leitung Erzbischof Siegfried's von Mainzdie Regierung geführt. Aber mit dem Erzbischofvon Köln erklärte sich auch Erzbischof Siegfriedgegen den Kaiser. Diese geistlichen Fürsten „ge-brauchten auf's heftigste ihre beiden Schwerter, dasweltliche und das geistliche." Der Erzbischof vonTrier, der alt und schwach war, hielt sich ruhig;erst sein Nachfolger, Erzbischof Arnold, trat im Jahr1242 mit in'den Kampf gegen den Kaiser. „Sen-gend und plündernd, mit Waffen und Brandschatzun-gen wütheten die Anhänger des Kaisers und desPabstes gegen einander." "I
Lest» Irevirormn bei Hontheim II. 89b,