Form Zweifel erregen könnte, ob sie wirklich voll-zogen und ausgehändigt worden oder nur Entwurfgeblieben sei. ")
In dieser Urkunde übergibt Heinrich, „von GottesGnaden Grafvon Nassau," dem Deutschen Hospital„für den Antheil seines Bruders Robert" einigeDörfer mit den Einkünften und Diensten, die ervon ihnen zu fordern hat, nämlich Frickhofen, Mühl-bach, Valehin und Hambach, die jährlich eilfund eine halbe Mark (Kölner Münze) und achtDenare einbringen; Finsternthal mit drei und einerhalben Mark; Ober- und Nicder-Aurof, Dotzheim,Breitscheid und Erdbach, die drei Mark zahlen;Wersdorf, Steinfischbach und Walsdorf mit sechsMark.
Hier ist auf dem Pergamentstreifen eine Lücke, sodaß man nachträglich noch etwas hätte hineinschrei-ben können. Vielleicht ist die Urkunde als Entwurfdem Deutschordenshaus zu Koblenz zugeschickt wor-
*) Das dreieckige Siegel des Grafen Heinrich hängt zwardaran, aber nicht blas das Datum sondern auch die amSchluß der Urkunden gewöhnlichen Ausdrücke fehlen; auchdas Pergament ist nicht in gewöhnlicher Form; sie istauf einen langen, schmalen Streifen in zwei Abteilungengeschrieben, so daß es gleichsam zwei Urkunden auf einemBlatt sind. Sie ist gut erhalten. Die Mittheilung der-selben, aus dem Jdsteiner Archiv, verdankt man Hrn.Dekan Vogel, Nass. Annalen III. I. S. 89; wo auch(S. 85) das Schreiben des Stephansstift an Graf Robert,aus Bär's Eberbacher Chronik.
") Unbekannter Ort.