Der Kaiser stand auf. „Daß ich arglos gesprochen,Hab' ich euch beisteuert; hegt ihr noch Mißtrauen,so schwöre ich einen Eid darauf." Und er strecktedie Hand ans, sie auf die Reliquien zu legen. Beidiesen Worten legte sich des Erzbischofs Aufregung.„Euer Wort ist mir so gut wie ein Eid." DerKaiser aber sagte zum Abt: Ihr müßt auf dasRecht, das ihr ansprecht, verzichten und den stöhcrnPlatz dem Erzbischof lassen. So endigte dieser Zwist.Der Kaiser, die Kaiserin, König Heinrich setzten dieKrone auf; die Prozession nahm ihren Anfang;der Abt aber, nicht ohne Erröthen, nahm den ge-ringem Platz ein. — Am Pfingstmontag war dasFest, wozu der Kaiser den glänzenden Fü'rstentagausgeschrieben hatte. Zwei seiner Söhne solltenzu Rittern geschlagen werden. Nach dem Hochamtbegann das Turnier. Friedrich betrat noch einmaldie Schranken, die so oft seine Lust gewesen. Ihmfolgten seine beiden Söhne, Heinrich und Friedrich,die sich hier würdig erzeigen sollten, von ihm wehr-haft gemacht zu werden. Der Kaiser gürtete ihnendas Schwert um; Ritter schnallten ihnen die Spo-ren an; ihr Schwert weihten sie Gott und denHeiligen.
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