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Die oberen Zahlen geben das Jahr an, in dem das betreffende Zeichen in der abgebildeten Form benutzt worden ist. Dierechts oben stehenden Buchstaben weisen auf das Museum hin, welches also gezeichnete Waffen besitzt: B = „das Zeughaus zuBerlin", D = „das historische Museum zu Dresden", P = „le Musee d'Artillerie zu Paris", M = „das bayerische Nationalmuseumzu München", K = ,,das Kgl. Arsenal zu Kopenhagen".
Die zu Darmstadt aufgefundene Wappenzeichnung.
Vor einigen Jahren wurden durch Frau Wwe. Carl Berg zu Darmstadt, vergl. S. 15, zwischen ausSolingen stammenden Papieren zwei farbige Wappenzeichnungen entdeckt, von denen eine die FamilieBerg, die andere die Familie Weyersberg betrifft. Eine die letztere Zeichnung begleitende Erklärung lautet:
„Weyersberg, eine alte Familie in Solingen führt obiges Wappen, im blauen Schilde einweisses Ritterspieseisen, dahinter zwei in Form eines Andi easkreuzes liegende Schwerde; überdem Flelm schwebt ein blauer Flügel auf einer roth und weissen Wulst, auf welchem dasSpieseisen wiederholt ist; Helmdecke blau und weiss."*)
Weitere Angaben fehlen, und über den Ursprung der durchaus heraldisch gehaltenen Zeichnung istnichts bekannt. — Für eine Schwertschmiedsfamilie liesse sich freilich kaum ein passenderes und hübscheresWappen ersinnen, als diese Vereinigung des zu den ältesten Klingenzeichen zählenden Spiesseisens (Gleve,vergl. Abbildung No. 1) und der beiden, auch im Solinger Stadtwappen vertretenen Schwerter.
Die Familiennamen Weyersberg, Wirsberg und Wiersberg.
Der Name Weyersberg ist ausserhalb des Solinger Industriebezirks wenig verbreitet, und woer sich findet, wird sich wohl immer noch eine Solinger Herkunft feststellen lassen. Anders verhält es sichmit dem bis in das 18. Jahrhundert hinein, sowohl auf Solinger Klingen als auch in Schwertschmiede-Protokollen, vorkommenden Namen Wirsberg, vergl. S. 4 bis 9. Da „Weyersberg" in der Solinger Mundart„Wierschberg" lautet, so liegt es nahe, für die Schreibweise „Wirsberg" und die ebenfalls häufige „Wiers-berg" eine Erklärung in dem früher allgemein geläufigen Solinger Plattdeutsch zu suchen umsomehr, alsbeide später durch die Schreibweise „Weyersberg" in Solingen völlig verdrängt worden sind.
*) Diese Zeichnung ist jetzt im Besitze des Herrn C. Weyersberg. Der im Jahre 1892 vervielfältigte Stammbaum gibt einegute Abbildung des Wappenschildes.