Philologie, Theologie, Kirchengeschichte und Bibliographie an und sind nicht nur von bleibendem Werthe,sondern zum Theil auch sehr selten und kostbar.
Zu zahlreichen Erwerbungen gab der Gebrauch Veranlassung, den der Konvent von dem Werke „dieGeschichte der Wasserkirche" gemacht hat. Es wurde dasselbe als Geschenk an alle bedeutenden Biblio-theken Deutschlands, Frankreichs und Englands, in letztere beiden Länder durch Vermittelung ihrer Gesandt-schaften in der Schweiz, mit der Bitte versendet, ähnliche litterarhistorische Schriften, welche sie vielleichtbesäßen, hieher mitzutheilen. Dieses Ansuchen hat an den meisten Orten die beste Aufnahme gefunden.In Erwiederung ihrer Gabe hat die Stadtbibliothek zahlreiche ähnliche Zusendungen, zum Theil höchstwerthvolle Geschenke erhalten. Unter letztern sind besonders zu erwähnen: eine Reihe von Werken, welchedie Regierung der Französischen Republik die Gefälligkeit hatte, zur Auswahl der Stadtbibliothck zu stellen;eine kostbar ausgestattete Prachtausgabe des Tasso (von Marenigh in Florenz, Ao. 1820), womit SeineDurchlaucht Fürst Paul Esterhazy von Galantha die hierseitige Zusendung erwiedern ließ; ein interessanterHandschriftenkatalog der Bibliothek des Kapitels zu Dnrham u. A. m.
Endlich ist auch sonst durch auswärtige und hiesige Freunde und Gönner manches größere oder kleinere,immer aber erfreuliche Geschenk an Büchern der Bibliothek im Laufe des Jahres 1849 zugekommen. MitGaben solcher Art, deren nähere Bezeichnung allzu weitläufig werden müßte, haben dieselbe bedacht:
Die HHerrcn I. Ädert in Genf, M. Blanchet in Lausanne, Fctscherin Alt-Neg.-Rath in Bern, OberstFischer in Schaffhausen, vr. I. Forbes aus Edinburg, Hofrath Gräff in Mannheim, Dr. C. L. Grotcfend inHannover, Dan. Meyer in St. Gallen, Th. von Mohr in Chur, P. Gall-Morel in Einsiedcln, P. Oder-matt in Engclbcrg, vr. Sauppe in Weimar, I. Scheible Buchhändler in Stuttgart, Dr. Tituö Toblcrin Horn, R. Wolf in Bern, vr. I. Er. Zellweger in Trogen, Zicgler zum Palmengarten in Winterthur;
in Zürich die HHerren: Direktor M. Escher, Alt-Staatsschreiber Hottinger, vr. Fcrd. Keller, vr. A. Koch,Lavater-Hirzel, Ed. Meyer im Rech, Staatsarchivar Meyer von Knonau, vr. Meyer-Ochsncr, Prof. I.Casp. von Orelli, Passerini, Alt-Neg.-Rath Pcstalozzi, vr. Rahn-Escher, Staatsanwalt Nahn, ProfessorHrch. Schweizer, die Erben des sel. Herrn Reg.-Rath Spöndlin, Professor M. Ulrich, Professor SalomonVögelin, Oberst und Zeugherr Weiß, Wolf-Däniker, und Orell, Füßli u. Comp.;
ferner die Bibliotheken in Pruntrut und in Winterthur, die Parker Society in London, die Gesellschaftdes Guten und Gemeinnützigen in Basel und die vaterländisch-historische, die naturforschende, die Museums-und die Baugartcn-Gesellschaft, der Missionsvcrein, die L. Staatskanzlei und Kanzlei des Gesnndheitsrathesin Zürich.
Dieß in Kurzem die wesentlichsten Schicksale der Bibliothek in der jüngsten Vergangenheit. Sollen wiran ihre Mittheilung einen Wunsch knüpfen, so läge ein solcher mit Bezug auf einen besondern Theil ihrerSammlungen uns nahe. Das Münzkabinet, das mit der Bibliothek verbunden ist, und zum Studium derGeschichte in verschiedenen Beziehungen ein so wichtiges Hülfsmittel bildet, entbehrt noch manchen Schmuckes,der in einer solchen Sammlung mit Recht gesucht wird, den aber die Hülfsmittel der Bibliothek nichtgestatten, anzuschaffen. Möchten daher Freunde der Münzkunde, so wie überhaupt Gönner und Freunde derStadtbibliothek, wo sie Gelegenheit haben sollten, ihr zu Vervollständigung dieser Sammlung auf irgendwelche Weise behülflich zu sein, zu Gunsten derselben bei solchem Anlasse wirken!
Doch wie könnten wir unsere dießmalige Nachricht schließen, ohne nochmals einen freudigen Rückblickauf die Bereicherungen zu werfen, welche das verflossene Jahr unserer Sammlung gebracht hat. Es hatdasselbe ein neues, schönes Blatt in die Geschichte der Bibliothek eingetragen. Möge der edle Sinn für