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Legat von dem sel. Herrn Kirchenrath Vögelin ...... 100 fl.
- - den Hinterlassenen des sel. Herrn Kramer-Klauser . 50 -
- - dem sel. Herrn August Hrch. Ziegler im Lindengarten 50 -
- - dem sel. Herrn I. Werdmüller zum Sonnenhofe . . 100 -
- - den Erben des sel. Herrn Schultheß-Landolt . . . 100 -
- - dem sel. Herrn Alt-Oberrichter Pestalozzi .... 100 -
Zusammen 500 fl.
Ferner erhielt sie überaus reiche Unterstützung bei Ausführung eines Unternehmens, von dem öffentlicheBlätter bereits gesprochen, dem Ankaufe der hinterlassenen Bibliothek des seligen Herrn Professor I. Kasparvon Orelli. Diese umfangreiche Erwerbung war für die Stadtbibliothek um so werthvoller, als sie dadurchGelegenheit erhielt, dem Verstorbenen ein würdiges und bleibendes Denkmal an dem Orte zu stiften, derwährend Dezennien ein Schauplatz seines verdienstlichen Wirkens gewesen ist und die schöne Erinnerungs-stätte für so viele ausgezeichnete und berühmte Männer Zürichs bildet. Indessen wäre die Verwirklichungdieses Gedankens durch eigene Kräfte für die Stadtbibliothek unmöglich gewesen, und sie mußte sich nachBeihülfe dazu umsehen. Sie hat diese in überraschendem Maße gefunden. Der L. Stadtrath, dessen Für-sorge ihr auch in andern Beziehungen stets aufs freundlichste zu Statten gekommen ist, die E. Familievon Orelli, auf deren Namen der berühmte Mann einen neuen Glanz geworfen hat, und eine Anzahlvon Mitgliedern der Bibliothekgesellschaft haben das Unternehmen durch Beiträge unterstützt, deren Gesammt-summe sich beinahe auf zweitausend Gulden belief. Eine Einladung, die zu diesem Zwecke in der Bibliothek-gesellschaft in Zirkulation gesetzt wurde, fand gleich Anfangs so bedeutenden Anklang, daß der Konvent schonnach wenigen Unterschriften die weitere Verbreitung derselben einstellen mußte. Es hatten sich dabei betheiligtdie HHerren Altbürgermeister von Muralt und Söhne, Altbürgermcister Hcß, Hrch. Bodmer in der Arch,Hrch. und M. Bodmer an der Sihl, Ott-Muralt und Söhne, Altoberrichter Pestalozzi und Söhne, Alt-Rathsherr Hrch. Landolt und Sohn, M. und Hrch. Eschcr im Wollenhof, Hs. Konr. Escher zum Brunnen,Kr. Escher im Felsenhofe, Hs. K. Escher im Steinhose, Dr. Meyer-Ochsner, vr. Rahn-Escher, Staats-anwalt Rahn, I. K. Römer zum Rennwegerthor und Römer-Ulrich.
Diese Orellische Bibliothek (über Vierthalbtausend Bände) bildet denn auch die bedeutendste Vermehrung,welche die Stadtbibliothek im Laufe des verflossenen Jahres erhalten. Die Fächer der Philologie, derschönen Litteratur, Philosophie und Geschichte sind darin hauptsächlich vertreten. Einen Haupttheil davonaber macht die seltene Sammlung von Ausgaben der gesammten und einzelnen Werke von Cicero, so wiealler Hülfsschriften dazu aus, welche Herr Professor von Orelli während vieler Jahre gesammelt und bei seinereigenen Ausgabe der Werke jenes Schriftstellers benutzt hat. Der Wunsch, den er in einer Zuschrift an denKonvent hinterlassen hatte, durch den Uebergang dieser Sammlung an die Stadtbibliothek „ein Denkmalseiner Wirksamkeit für die Zürcherischen Anstalten, Universität und Gymnasium, und die in beiden Anstaltengebildeten vaterländischen Jünglinge auf die bescheidenste Weise an einem öffentlichen Orte der Heimat zurück-zulassen", ist somit, zu großer Freude des Konvents, mehr als erfüllt worden.
Einen ungcmein beträchtlichen Zuwachs erhielt unsere Büchersammlung aus der Bibliothek eines andernausgezeichneten Gelehrten, des sel. Herrn Professor Ochsner. Die Erben desselben überließen daraus an dieStadtbibliothek eine Reihe von Werken, deren beliebige Auswahl ihr selbst freigestellt wurde. Die auf solcheWeise uns zugekommenen Bücher, die Zahl von tausend Bänden übersteigend, gehören dem Gebiete der