Druckschrift 
[Hauptbd.] (1849)
Entstehung
Seite
25
Einzelbild herunterladen
 

- 25

Z, Herr Walter von Eschenbach verpflichtet sich, daß seine minderjährigen BrüderMangolt und Bechtolt nach erreichter Volljährigkeit obigen Kauf anerkennen,widrigenfalls Herrn Rüdigcrn Manessen Entschädigung geleistet werden soll.

Allen, die disen brief sehent alde hörent lesen, kund ich Walthcr Herre zu Eschibach und ich her RüdigerManesse ritter von Zürich im Kostcnzer Bischtumc. Das ich Walther gelobt han, und loben an disem bricve,das ich mit guten trüwen und ane alle geverde werben und schaffen sol, das min bruder Mangolt und minbruder Bechtolt, der in sant Johans ordcu ist des Spitals von Jerusalem, ob er us dem selben orden giengee das er gehorsam! tete, so si ze ihr tage komcnt, das st den kouf den ich getan hau gegen Hern RüdigeuManessen umb die Vogteie von dem bache ze Ertprust unz an Zürich und von dem Sew unz an Albisstete haben und vvlfüren und im ze lehcn lihen, in allen weg als ouch ichs verkoust und verlihcn han. Unddas ich das schaffe und volbringc, dar umb han ich im zuo mir ze bürgen und ze giseln gegeben Hern Jacobenvon Warte min Äheim Lütoltcn von Regcnsberg Vriien. Hern C (onrad) von Bache ritter.

Wer aber so mine brüdere zu tagen komment, das st beide ald ir einwedere disen selben kouf und dashie vorgeschriben stat stete nit wolten haben noch volfüren, so sol ich ald der selbe der es nit stete haben wilnoch volfüren, ob ich enwere, Hern Rüdegern ald sinen erben dar nach in dem ersten Jare geben vierzegMark silbers Zürich gelötes genges und gcbes. Tctin wir des niht, so sol ich und die vorgeuanden bürgenunS entwirrten ze Zürich in reht giselschaft in eines offen Wirtes huse nach der Stat an alle geverde dar nachin acht tagen so wir gemant werden, unz die XI. Mark gar gcwert werden, und läge ich ald der bürgen'deheiner in einer anderre giselschaft, so wir gemant wurden, so sol ich Her Rüdiger einen wirt gewinnen daser einen andern lege an des stat unz er sich ane geverde wider geantworten muge. Verdurb aber der bürgendeheiner e das dis vorgenande Ding volfürt wurde ald e das die XI. Mark gewcrt wurden, ob es ze schuldenkeine das si . . . . ze gcbcnne, so sol ich ald min bruder, der dis ding nit volfüren wil, im einen andernalso guten geben an des verstorben stat, ald swie er im unnüz wurde, ald die andre sin giscl stgen alsvorscit ist, unz dis beschicht. Und dar zu sol Her Rüd. ald sin erben die vorgenande Vogteie han und niezenunz er der vorgeuanden XU Mark elleklich gewert werde, wir leisten giselschaft ald nit. Swcnne aber dasgeschiht, das die vorgenanden min brüdere Mangolt und B. disen vorgeuanden kouf bestetent und volfürentund die Vogteie zu lehcn lihent als vvrseit ist, ald min bruder Mangolt allein, ob B. in dem orden überJar belibct, so sun die vorgenanden XU Mark silbers abe sin und die bürgen ledig, und sol auch, beideich und Her Rüd. disen brief der zwivalt ist und unser jctweder einen hat, brechen. Und hier über das disalles war ist und stete belibe, so bestgellcn wir beide dise zwenc brieve mit unsern Jngesigeln zeinem offenUrkunde. Dis beschach und ward der brief geben ze Zürich do von Gottes geburt waren Drücehen hundertJar dar nach in dem vierdcu Jare an sant fiden tage. Und warent da zegegeni Her Hrmn. von Rüsegge.Her Rud. (olf) von Warte ritter. Her H (einrich) von Tengeu. Vrijen. Her N (udolf) der Mülner ritter.Her W (ernher) Biberli. Her Ott (o) Manesse und ander erber lüte.

(Beide Siegel wie oben. Wohlerhalten.)