Urkunden im Staatsarchive Zürich vom 6. Oktober
t. Herr Walter von Eschcnbach verkauft die Vogtei zu Erdbrust als Lehen an Ritter
Rüdger Manesse (den jüngcrn).
Allen die disen brief scheut alde hörent lesen kund ich Walther herre ze Eschibach Friic und ich herRüdiger Manesse Ritter von Zürich in Kostcnzer Bischthume, das ich Walther für mich und für min erbenze kouffcnnc han gegeben dem vorgenanten Hern Rüdiger die Vogtcien elleklich über lüte und über gut vondem Bache ze Ertprust nider unz an Zürich, und von dem Zürichsew unz an Albis den Berg, swas ich dacnzwüschen Vogtcie hatte, mit allem dem rechte das dar zu hört, und als ichs unz an disen hütigen tag harhan braht, es si offenbar ald unz har verswigen. ane das recht das ich an der Vogteie han, die JohansWolfleipschen ist, di ze Woloshoven lit und ein viertel kernen giltei, das ich mir selben mit namen han usbehcpt, umb sünfzehen Mark gutes silbers Zürich gelötes, der ich von im gewert bin, und vuch ze minem»uzen komm sint. Und lobe an disem brieve das ich disen kouf, seiner ewcklich steten und vesten haben solund das ich cnhcin Ding tun sol, da mitte der kouf gekrenket möchte werden. Und das ich cnhein sinenVogtmann der vorgenanten Vogteie ncmcn sol noch min amptlüte sol lazen nemcn, noch cmpfahen ze enheinerwonhasti, uf enhein min gut noch Vogteie, noch min lüte noch ze cnheim miner Dinghöven noch gerichte»,ane Hern Rüdiges willen ald siner erben. Swas er ouch lüte ald gutes ervert ald ervaren mag, die zeder vorgcnanten Vogtcie hörent und verswigen sint, die sol er an sich gewinnen als er mag, und sol ouchdie selben han und niezen als die vorgenande Vogteie die ich im verkoust han. Und da dirre kouf alsusvollbracht wart, do lech ich im und sinen erben die vorgenanden Vogteie mit allem dem rechte als hie vor-geschrieben stat ze rechtem lehcn, icmer cweklich ze habcnne und ze uiezcnne für ein recht lehen. Und lobeouch im und sinen erben des vorgenanden koufes und des lchens rehter wer ze sinne an allen stellen, swaald swenne man sin bedarf, und cnzicn mich ouch aller der anspräche so ich an geistlichen und an weltlichemgerichte seiner gewinnen möchte wider deheinem oder vorgeschrieben dingen. Ouch sol man wissen, swas ichandcrre lüte ald gntes han cntzwüschcnt dem Bache ze Ertprust und Zürichsewe und Albis, die ich in disemkoufc nit verkaufet han, noch hie mitte begriffen sint als hie vorgeschoben stat, das er mich daran nitbeschweren noch bekümbcrcn sol. Ouch cnsol ich her Rüd. Manesse enhein des vorgenanden mins Herren vonEschibach lüteu, swie sie geheißen sint nemen noch cmpfahen ze enheiner wonhasti uf der vorgenanden Vogtciedie ich gekoufct han, noch ze enheinen minen gerächten, wau mit sincm willen ald siner erben, ober enwerc.Und hier über das dis alles war ist und stete und veste belibe, so geben wir beide einander dirre brieve,zwene gcliche geschrieben, besigclt mit unsern Jngesigcln ze einem offen Urkunde.
Dis beschach und wart der brief geben ze Zürich do von Gottes gcburt waren drücehen hundert Jar,dar nach in dem werden Iarc an sant fiden tage. Und warent da zegcgen Her Herman von Rüsegge. HerJacob von Warte und Her N. von Warte. Her Lütolt von Regensbcrg. Her H Heinrich) von Tengen.Vriien. Her R (udolf) der Mülncr von Zürich, ritter. Her Wernher Biberli. Her H Heinrich) Revclund ander erber lüte.
(.Siegel Walters von Eschcnbach und Rüd. Manessens. — Betr. lczterS s. oben Seite i3),