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Nachrichten zur Geschichte des Geschlechts der Herren von Kröcher : aus Urkunden, Archivalien, und Familiennachrichten
Entstehung
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ein Einwohner von Stüdenitz, Namens Grabow, im Rodanso verwundet worden, daß er daran gestorben, wollen die vonKröcher den Kindern des Grabow 50 Gulden zahlen, unddamit soll diese Sache abgemacht sein. Unter den Zeugensind aufgeführt: Jacob, Stillentin, Moritz, Christoph, Hans,Hieronymus Gebrüder und Vettern alle von Kröchern zuDreetz und Luhme erbgesessen.

Durch den Vergleich von 1540 mit dem Amte Neustadtwurde der Friede so wenig dauernd hergestellt, daß sich dieGevettern von Kröcher schon im I. 1547 bitter beschweren,der Vertrag sei nicht gehalten, und sie ohne Urtheil und Rechtvom Vogt zu Neustadt des Nodans entsetzt; sie lassen sogardie Drohung einstießen, daß sie sich an die Landstände umAbhülfe wenden würden. Die Beschwerdeschrift, welche sichdurch klare Darlegung der Rechtsgründe und überhaupt guteAbfassung auszeichnet, lautet:

„Gestrenge, erenthueste, hochgelartte, achtbare vnnd erbaregunstige Herren. Nach erbietung vnser alzeit willigen ge-flissenenn dienst mugenn E. G. vnnd A. wir armenn gesellennauß dringender nodt nicht verhaltenn, das wir keinen Zweyueltragenn, dieselben haben guth wissenn, was wir vnns hie-beuornn zw vielmalen ann die gemeynenn Stende der Land-schafft vnnd sonderlich jungst vfnn tage zw Bernaw vnserSguts des Nodans halber zwischenn Reynn vnd Dossenn gantzbeschwerlich habenn gelangenn lassenn. Nemlich das, wiewollvnsere vorelternn woll vor zweyhundertt Jahren denselbenRodann vonn dem domalß Churfurstenn zw Brandenburg,hochloblicher gedechnus, für drey taußentt mark Brandenbur-gichs silbers, welche bev dreissig tausentt guldenn itziger muntzmachenn, inhalts der darüber gegebnenn versegeltenn Briefe,bekommn, vnd auch viel statlicher gueter vnd scholosser vmb

1) kieöel co.I I. Hptthl. III. 113-145.