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bis gegen das Ende des 13. Jahrhunderts nichts besaß, alsdie ursprünglichen Lehngüter Kröchern nebst Zubehör, 3 Hufenzu Glüsig, 2 Hufen und 2 Höfe bei dem nicht mehr vorhan-denen Odenburg u.
Wie die Siegel des Ritters Bernhard von Olvenstedtvom Jahre 1239 und des Knappen Bernhard von Olvenstedtvom Jahre 1308 zeigen hatte die Familie von Olvenstedtdasselbe Wappen, als die Familie von Kröcher. Dies begrün-det dafür, daß beide Familien desselben Ursprungs sind, eineWahrscheinlichkeit, welche dadurch erhöht wird, daß die Stamm-örter beider nicht weit von einander entfernt liegen, nämlichdas Dorf Kröchern 4 Meilen, das Dorf Olvenstedt eine halbeMeile von Magdeburg. Das Dorf Olvenstedt wird bereits1012 erwähnt. In diesem Jahre schenkte Amilrath, Schwe-ster dcö Erzbischofs Walthardus von Magdeburg, dies Dorfder Kirche zu Magdeburg. 1209 wurden dem Kloster Jo-hanns des Täufers seine Besitzungen durch eine Bulle PapstJnnocenz III bestätigt, darunter 34 Hufen in Olvenstedt.Nach einem Vergleich über Handhabung des Landfriedens,welchen Erzbischof Dietrich von Magdeburg 1363 mit denStänden und Städten des Erzstifts schloß, hatte im Fall derNoth Olvenstedt 15 Mann, Crocher (Cröchern) 3 Mann zustellen. 2) Letzteres ist zugleich die älteste Nachricht von demDorfe Cröchern.
Wir dürfen daher wohl annehmen, daß in früher Zeitzwei Brüder Besitzer der Güter Olvenstedt und Cröchern wa-ren. Sie oder ihre Nachkommen haben dann die Namen vonihren Gütern empfangen.
1) Ungedruckte Urkunde im Provinzial-Archiv zu Magdeburg. S. dieWappentafel Nr. 1. und birutk Lock. gueMinb. 1'sli. 32. ?io. 18.
2) v. Drcyhaupt Beschreib, des Saalkreises I. p. 25. 14. 77.