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Nachrichten zur Geschichte des Geschlechts der Herren von Kröcher : aus Urkunden, Archivalien, und Familiennachrichten
Entstehung
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fechte sehr oft ein einzelner Ritter die Entscheidung herbei-führen, und nicht selten riß er seine ganze Schaar aus derGefahr, was er nächst seiner Tapferkeit und Waffenübunghauptsächlich seiner trefflichen Rüstung verdankte. Alle, welchesich nicht eine solche Rüstung, ein Streitroß seinen Orsen)und solche Waffenübung erwerben konnten, durften nicht dar-auf rechnen, sich durch Tapferkeit und Kriegsthaten auszu-zeichnen, und das waren die Städter und das Landvolk. Zwarschafften sich die Patrizier in den Städten auch wohl Waffenund Rosse an, allein an Uebung und Gebrauch derselben stan-den sie gewohnlich zurück, weshalb sie bei den Mannen, dieauf ihren Landgütern saßen, meist weikig galten. Der gehar-nischte Mann mit geschlossenem Visir war auf seinem Rosseäußerlich nicht zu erkennen. Man erfand daher das Aus-kunftsmittel, das Schild und den Helm in eigenthümlicherWeise zu bezeichnen, und überließ es Jedem, sich diese Zeichenzu wählen. Es geschah dies ebenfalls während der Kreuz-züge, denn hier traten so große Züge zusammen, daß es un-möglich war, die Einzelnen bloß an ihrer Rüstung zu erken-nen. Viele wählten einfache Zeichen, die unschwer darzustellenwaren, aber weithin sich erkennen ließen; noch andere wähl-ten eine Abbildung, welche sich auf eine Begebenheit ihresLebens bezog oder auf das eineö ihrer Vorfahren. Die so-genannten redenden Wappen, wo das Zeichen mehr oder we-niger gut mit dem Familiennamen übereinstimmt, sind ersteingetreten, als Familiennamen angenommen waren. So, wieman das Schild mit Figuren bemalt hatte, befestigte man auchauf dem Helme eine Figur, oft nur die obere Hälfte dersel-ben mit einigem Beiwerk, und wiederholte darin nicht selteneine Figur des Schildes. Weil nun der Mann diese Zeichenauf seinen Waffen sup sinen Wapen) führte, so erhielten siedavon den Namen seines Wappens, dessen wesentliche Theilenoch jetzt Schild, Helm und Helmzier sind.