XIV
Grunde geschehen, weil sehr gewöhnlich der Enkel denNamen des Großvaters erhielt. Gegen die Annahme,daß Hans (1432) der Sohn Stellentins (1359) sei,kann man wohl geltend machen, daß beide in der Zeitzuweit auseinander stehen, und ein verbindendes Zwi-schenglied nothwendig machen. Hier ist keine Gewiß-heit zu gewinnen, wenn nicht bisher unbekannte Urkun-den aufgefunden werden.
Es ist eine eigene Empfindung, mit welcher mandie Geschichte eines ganzen durch die Jahrhunderteschreitenden Geschlechtes schreibt. Wie in der Ge-schichte des einzelnen Menschen der Lebensbeschreibersich das Bild des Kindes, des Jünglings, des jungenMannes, des Mannes in der Fülle seiner Kraft, desMannes von gesetzten Jahren, des alternden Mannesin den sogenannten besten Jahren, des alten Mannesund des Greises in einander verwandeln und lebhastin jeder Periode vor Augen stellen muß, weil jedesAlter seinen besonderen Character entwickelt, und dem-gemäß in der Zeit, wie er sich eben gestaltet hat, wirkt,so lassen sich diese Altersperioden, diese Wandelungendes Characters und der Zeitalter auch in der Geschichteeines ganzen Geschlechts unterscheiden. Was dort dieeinzelnen Lustren sind, sind hier die einzelnen Genera-tionen. Die Kindheit des Geschlechts verbirgt sich,wie bei vielen Menschen, in Dunkel, man weiß, daß