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2 (1719) Worinne das alte und neue Asia
Entstehung
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4.8 DesvlerdkmNuchsCap.il.

Tartarn und Sinesen verwüstet worden. Die vornehmsten Länder, Völckerund Oerter hierinne sind:

,.) Das Königreich t-akinskoi, hat seinen eigenen Herrn, verein Vakükdes Kaysers in China iji. Die Städte darinne sind: vgueczmn und 5>lien.

zk.) Die Provintz^nzal, worinne r.5cKwZal, die Haupt» Stadt, undK-lläen^ des Chinesischen Louverneurz. 2.Xüin. eineSradt.

Z.) Das Gebiethe der Stadt kterzcen, erstrecket sich bis an den Fluß^mur, und das lange Zglaische Gebürge. In dieser Stadt kl-rzeen wirdeine starcke Besatzung gehalten, welche ein Chinesischer xiinclarin oder üoyu.das ist, Befchlhabcr gouvermwc. Hier müssen die Wachen von denen Grän»tzen Atizeige thun, weitn sich auf denen Grantzen Leute blicken lassen. Der Gc»gend findet man eine Art Gänse, lurpam genannt, welche schöne Federn vonallerley Farben haben. Es giebt auch hier in denen Gebürgen viele Tieger»Thie»re. Gegen dem Flusse ^mur sind etliche Chinesische Verschantzungen ge»machet.

4.) Die Targa?iner Tarearn. Diese Völcker haben ihre eigene Horden,welche unter der Bottmässigkeit des Kaysers von China stehen. Sie sind vonmittelmassigcr Grösse, und haben wie die lrian^ien ein breites Angesicht. Siefind abscheuliche Heyden, und vencnren den Teufel. Ihre Kleidung bestehetdes Sommers aus blaugefarbtem L-cmn, odervoii zubereitetem Leder, im Win»rer aber pflegen sie Röcke von Schaafs»Fellen zutragen, weil es im Gebürge als»denn sehr kalt wird. Ihre Sprache kömml mehrenchciis niitdir Tuiigfsischenübereilt. Ihre Hütten sind aus Schilssgemaehet. Sie haben feinen Ackerbau, undgute Nahrung vom Vieh,Pfcrden,Kamcelen,Rmd»Vieh und Schaasen, welcheZiemlich groß sind. Der Schwantz ist eine gute Spanne dick, und zwo Span»nen lang, daran sich nichts als Fett befindet. Sie sind starck von Leibe, und kön»nen daher nicht wohl lausten. Dieses Volck reitet auf dem Horn » Vieh, undweiß mit Bogen und Pfeilen wohl umzugchen. Sie verfertigen die besten Bo»gen, welche in der gantzen Tartarey hoch gehalten werden.

;.) Die LVnmsche oder Xixicmrljche Ta.rraril wohnen in ihren Dorf»fern und Hütten um den Fluß Raun herum , wo die Städte i.Naunkotonund !. XiAZat- liegen. Die Stadt ^mnlcoro« ist vor etwa etlichen dreyßig I ah»rett erst erbauet, und mit Wallen, so von aussen mit Holtz»Werck un d gutenBalcken wohl versehen sind, mngeben. Die Einwohner dieser Stadt, und diesichs Dörfler, so darzu geboren , und gegen Mittag darbcy liegen , werdenD^chgenennet, odsr nach der alten Sprache vauil. Diese Tartaru haben ei»nen schönen Ackerbau und allerhand Garten »Früchte, pflegen auch viel Tobackzu pflantzen. Ihre Religion ist abschculich, denn sie sind nach ihrer eigenen Aus»sage5clizmm-inz, dasist, solche, die demTeuffel dienen. OhngcsehrzuMit»kernachi versammlet? sich offt unterschiedene ?sachbarn, so wohl Männer als

Weiber,