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2 (1719) Worinne das alte und neue Asia
Entstehung
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von der grossen Tarkwey.

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Reichs etlichmahl ruiniret worden ist ; Daher ihr heutiger elender Zustand mitihrer alten Herrlichkeit nicht übereinkommet. An diesem Lande sind zu mercken:

1.) xwoncbeu oder ille<ion , die Haupt^Stadt des Landes , welche vor^zeiten kzmul oder Lsmbslu ist genennet worden. Sie ist vorzeiten die ^est«len2des grossen Tartar-C.han gewesen. Seit dem aber diese Tartarn von denenWestlichen Tattarn im Mitten des xm. Seculi, mit Hülffe des SinesischenKöniges t-7'^um gantzlich überwunden worden, sderen Reich auf 1 17. Jahrunter neun Königen stu-wet, von denen der letztere gewesen,) so hatauchXar-x mit seinen Städten ein schlechteres Ansehen bekommen. Denn dieWestlichen Tartarn haben hernach über 400. Jahr mit denen Sinesern blutigeKriege geführet, und nicht ehender geruhet, bis sie endlich 1644. auch vonLbins Herren worden, welches im^orranceKaysetthum noch bis diese Stunde

in ihrer Gewalt ist.

2.) Lailicili, eine Stadt in dem eigendlichen Lande Xsca^ , ohnweit Uu»oncbeu gelegen. z.)5cbinA !-oder ^urgur, eine Stadt.

4.) Das Gebiethe der Mongalischen Fürsten, welche mit ihren Mongali»sehen Völckern, lar. populi ^unZziici genannt, dem Kayser vonLKins zinßbarsind. Sie wohnen disseits und jenseits der Wüsten Xsmo. Der mächtigsteFürste der Älongalischen Horden rctistii et in der StadtXustzlc, an dem See Xu-lvAol. Er wird Xncruzc gcnennet. Diese Tartarn pflegen nicht so grausamherum zu streiffen, wie die angelegenen Tartarn in lob«? ^st^welche ihren-genen Fürsten haben, und offt bis an die Chinesische Mauren streiffen, ob siegleich alle Jahre wie andere in dieser Gegend gelegene Tartarn von dem Kayserin China gewisse GnadcmGeschencke bekommen.

s.) tgzjzsta, ist eine Landschafft der Sinesischen Tartarn in wor»

mne 5e!in5klii an dem Flusse 5ilin^!, die Haupt-Stadt ist. Sie wird auch 5e-lenZm5l<oi benähmet. Das Land ist ziemlich wüste, und führen die TarrarnihreHütten bald in diese Gegend, bald an jenen Ort, woihnendie Gelegenheitder Flüsse am angenehmsten scheinet.

m. Nivci-IL. ist endlich der äusserste Theil der Chinesischen Tartarey,wekcher von denen Chinesern das ist, der Goldene genenner wird. Dio>ses Reich büeucbev begreisset wieder unterschiedene ^Lrovintzien und Volcker umter sich, welche zwischen der Chinesischen Landschasst 1 ezvnmg, und dem Flusse^mnr gelegen sind. Es sind hin und wieder die fruchrbaresten Gegenden, undsehr lustige Ufer an denen Flüssen, als man in einem Lande der Asiatischen Ta»tarey finden mag. Die Tartarn dieses Reiches sind blinde Heyden, welche aklerley Götzen, ja gar den Teussel vcneri, en. Die grosse Menge der Horden dar-inne stehen alle unter der Bolhmässigkeit des Kayscrs von China. In denenvorigen Zeiten sind viel treffliche Städte hierinne von denen Occidentalischen

Tartarn