Des vierdten Vuchs dsp. 11.
xsra fallet. Der Gegend wird im Herbst dann und wann ein Erdbeben ver-merket, welches noch zur Zeit keinen Schaden gethan.
5.) Lziko!. ist ein schiffreicher See, über welchen man aus dem Lande derLurarren, durch l )suriam ,nach der Chinesischen Tartarey reiset. Die Lurscrenwarnen die Reisenden, daß sie den See ja keinen Oler, oder stillstehendesWasser, sondern ein v»le^ oder See nennen sollen, wenn sie nicht in Gefahrkommen wollen.
6.) v^erZolen5koi, eine Stadt in einer fruchtbaren Gegend gelegen, da-her daselbst viele Russen wohnen.
Dieses gantze Land ist nun unter der Bottmassigkeit des Czaars von Ruß-land, welcher jährlich seinen Tribut von denen kurzen erhalt.
xxxiv. eine weitläufftige Landschasst, ist die äusserste Pro-
vintz der Russischen Tartarep gegen Morgen. Sie gräntzetgegen Mittag andie Orientalische oder Sinesische Tartarey, gegen Mitternacht an i'unxustam,gegen Abend an den See L-iksl und verdursten Land , gegen Morgen an dieSinesische Tartarey. Die Heiden, welche noch von Alters her ihre Wohnun-gen in diesem Lande haben, sindzweyerley, nemlich l.dieXonniT'unßull. undil.dievlennil 'urißuli .DieXcznnil 'unZli müssen ssch allzeit zu Pferde fertig halten,daß sie,wenn von dem Waywoden zu dler-inxkoiBefehl ergehet, oder aufdenenRussischen Gräntzen einige streiffendePartheyen der feindseligen Tartarn gesehenwerden, aufsitzen können.Dievicnni'l 'unzuli müssm beyvorfallenderGelcgenheitzu Fusse bereit seyn,mit ihrem Hand-Gewehr beydem Russichen Gouverneur zuerscheinen. Das Haupt der Xonni i'un^ust ist ein Fürst oder Xn-cz, welcherwenn es verlanget wird, in einem Tage ;ooo. Mann i'uzuser zu Pferde auff-bringen kan, welche alle wohl gerüstet und mit guten Pferden versehen, auch gu-te Soldaten sind. Ihrer so. haben offt 4-^. XtonA-lische Tartarn aus demFelde geschlagen. DieHeiden, so um die Stadt dler?inxlcoi wohnen, ernäh-ren sich von der Viehzucht, die aber an dem Flusse ämur und 5cl»il<a leben, vonder Zobel-Jagd, welche Thiere daselbst schön schwartz sind. Sie wohnen allein ihren schlechten Hütten, welche sie in ihrer Sprache Pirccn nennen. DasInwendigste derselben bestehet aus höltzernen Stecken, die gliederweise aneinan-der veste gemachet sind, damit sie, wenn sie ja ihre Wohn - Stätte zu verändernbelieben, selbige mit allem, was sie haben, zusammen packen, auffladen undfortführen können. Wenn dieses Holtz- Werck auffgerichtet wi?d, so wird in-wendig alles mit Filtz bekleidet, und oben nur ein Rauch-Loch gelassen. DieMänner und Weiber wissen geschickt mit Bogen und Pfeilen umzugehen, undfast einerley Kleidung zu tragen. Z hrTranck ist Wasser, aber Leute vom Ver-mögen trincken I^ce Xsras-a, welcher das Wasser nicht grün, sondern schwartzmachet. Derselbige wird mit Pferde-Milch und Wasser, darinne ein wenigFett ist, gekochet. Sie ziehen auch Brandtewein von Pferde-Milch ab, wel-