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2 (1719) Worinne das alte und neue Asia
Entstehung
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Vsn der grossen Tarwrey.

Hauptes einige Ehrerbietigkeit erweisen. Sie neigen und bücken sich auch mitihrem Haupte gegen der Sonnen und den Mond, und zwar aufdenenKnienmit gehaltenen Handen, ohne ein Wort zu sprechen. Sie halten zwar ihrePriester, welche sie aber, wenn es ihnen einkommet, todten, hernach begra-den, und ihnen Kleider und Geld beylegen, unter dem Vorwand, daß es noth-wendig sey, sie voraus zusenden, damit selbige vor sie bitten, und so sie es von Nö-then hätten, Geld zu ihrer Zehrung, und Kleider zu ihrer Nothdurfft bey sichsinden könnten. Wenn sie untereinander einen Eyd schweren sollen, so reisen sienach der grossen See , bey welcher ein Berg lieget, der von ihnen vor hei-lig gehalten wird, und zu dem sie in zwey Tagen kommen können. Auf diesemhohen Berge legen sie den Eyd ab; Wer nun falsch schwerst, der kommet nachihrer Meinung nicht wieder lebendig von dem Berge herab. Sie haben diesenBerg schon vor vielen Iahren her verehret, wie sie denn auch gar osst allerleySchlacht-Vieh daraufopffcrn. Man findet in dieser Gegend auch das KW;.Ku5.oder Thier, welches bey nahe einem Reheohne Gewevhe glei-

chet, wiewohl es ein wenig schwacher an Haaren ist, und der Kopff einemWolffs-Haupte ähnlicher siehet. Die Chineser nennen dieses Thier Veüam. soviel als KwzIcuz.Hirsch, wegender Gleichheit, die sie mit einander haben. Deroder l^uzlceljazc sitzet in einer gewissen Beule an dem Nabel, gleich ei-nem Sacklein, daran ein sehr dünnes Fest ist, mit feinem Haar bewachsen. Dievornehmsten Oerter dieses Landes find:

I.) Lurar-, eine Vestung an dem Flusse gelegen, wird von denenLurscren und Russen bewohnet.

z,.) öuizg-mzlci, eine Vestung zwischen denen Gebürgen und Thalern, inwelcher Gegend reiche kurzen wohnen.

).) Muczlcoi oder irkmzk^i, eine neue Stadt an dem Flusse änZzrz ,devvon Mittag gegen Mitternacht fliestet, und acht Meilen davon seinen Ursprungaus dem See öäilczi hat. Diese vor einigen zo. Iahren erbauete Stadt hateine weitlaufftige Vorstadt, und starcke Thürne, auf welche man Geschützepflantzen kan. Das Getrayde, Saltz, Fleisch und Fische sind hier in wohlfei-lem Preißzu haben. Das Korn wachset der Gegend im Überflüsse, weil derErd-Boden der Gegend sehr fruchtbar ist, und von denen Russen, welche hieretliche hundert Dorffschafften besitzen, wohl angebauet wird. Gegen der Stadtüber ist eme brennende Höhle, welche vor ;o. Jahren gewaltig gebrannt, abermmmehro verloschen zu seyn scheinet, weil kein Feuer und Rauch mehr verspüh-retwird. In derErde siehet man einen grossenSpaltundRiß, wo vordessendie Flamme heraus geschlagen ist. Diese ^vtadr muß mit lakuczkoi in lalcuu-tla nicht verwechselt werden.

4.) Zr.t^colsi. ist ein schönes Kloster gegen der Stadtsekuttlcoiubehwo derFlußMm, davon gedachte Stadt den Nahmen hat, in den Fluß Hn-Anderer Theil. E