182 Kloster-, Landschaftliche, und anderweitige Stifte.
10. Bersenbrück,
Fräuleinstift. Für adlige und bürgerliche Fräulein.
Berechtigt die adligen Familien: von Böselager, von Brandis,von Düring, von Hattorf und 8 bürgerliche Familien.
Kreis Bersenbrück, Fürstenthum Osnabrück.
Aebtissin 1891: fehlt.
Aelteste Chanoinesse: Emmy von Wrede.
11. Börstel.
Stift für adlige Damen in Hannover, im Fürstenthum Osna-brück bei Berge, Kreis Bersenbrück.
Stiftsdamen waren 1867 aus den Familien von Freytag,Seniorin; von Reden, Kellnerin; Gräfin zu Münster-Langelage,von Mossey, von Harling, von Stoltzenberg, von Oer, von Dincklage,von Düring.
Aebtissin 1888: Caroline von Düring.
12. Knrmark Brandenburg.
Stipendien-Fonds, gestiftet vom Kurfürsten FriedrichWilhelm von Brandenburg zu Stipendien für Studirende, diegeborene Märker sind, an der Universität Berlin.
Yerwaltungs-Behörde: Cultus-Ministerium.
13. Breslau.
Kurfürstliche Orphanotrophium und Waisenhauszur „schmerzhaften Mutter Gottes", gestiftet vom Kurfürsten undPfalzgrafen bei Rhein und Neuburg, Franz Ludwig, Fürstbischofvon Breslau (in den Jahren 1683—1732) am 20. März 1720 zuBreslau; auf dem Dom, für arme adlige Waisen beiderleiGeschlechts, oder auch für Kinder armer adliger Fa-milien. Landesherrlich bestätigt vom Kaiser Carl VI. zu Wienden 16. April 1725.
Das Orphanotrophium für die adligen, auf dem Dom, dasWaisenhaus etc. für die bürgerlichen Kinder, der Universitätskirchegegenüber. Knaben bis zum 14., Mädchen bis zum 16. Jahre.
Zur Aufnahme sind schlesisch-katholische Edelleute von ver-storbenen oder in dürftigen Verhältnissen lebenden Eltern. Ver-mehrt wurden die Revenuen des Stiftes im Jahre 1806 durch dieStiftung des Prälaten Ernst von Strachwitz, des Justizrathsvon Kranichstätt aus dem Jahre 1835.