Deutsche Adelsgeuossenschaft.
89*
§• 4.
Alle Vereinsangelegenkeiten werden von einer aus mindestenssechs Mitgliedern bestehenden „Oberleitung" geführt. Der Vor-sitzende der „Oberleitung", der Schatzmeister und von der Gesammt-heit mindestens die Hälfte müssen Mitglieder der Deutschen Adels-genossenschaft sein. Die „Oberleitung" ergänzt oder vermehrt sichdurch die Wahl aus den Vereinsmitgliedern und verwaltet ihre Ge-schäfte selbstständig.
Die jeweiligen Mitglieder der „Oberleitung" vertreten den Vereinin allen s.einen inneren Angelegenheiten; die, den Verein nach dieserRichtung verpflichtenden Ausfertigungen müssen wenigstens von zweiMitgliedern der „Oberleitung" unterzeichnet sein.
Dagegen ist die „Oberleitung" gehalten, über ihre eigene Thätig-keit und alle Vereinsangelegenheiten jährlich einmal dem Adelstageund dem Vorstande der Deutschen Adelsgenossenschaft, so oft es dieserverlangt, Bericht zu erstatten und Rechenschaft abzulegen.
Nach vorstehenden einleitenden Betrachtungen über die Familien-Stiftungen gehen wir schliesslich zu den speciellen Mittheilungen über.-Wir haben dieselben nach ihren Kategorien in 2 Theile gesondert,,und zwar:
Abtheilung I: Geschlechts - und Familien - Stiftungen undStipendien,
Abtheilung II: Kloster-Stifter, Landschaftliche Stifter undanderweitige Stifter.
Den Schluss bildet als Anhang eine Nachweisung derjenigen ad-ligen Familien, welche zur Theilnahme der in den Abtheilungen I und IIgenannten Stiftungen, Stipendien und zur Aufnahme in den Stiftern(Abtheilung II) berechtigt, aber nicht in der alphabetischen Eintheilungbesonders aufgeführt stehen.
Wenn auch in den beiden Theilen eine grosse Anzahl von Familien,.Klöstern und Stiftern verzeichnet stehen, so ist es immerhin nur einegeringe Anzahl in den betreffenden Kategorien.
Allein ungeachtet mehrfacher Aufforderungen im „Deutschen Adels-blatt" und ähnlichen Organen sind uns leider weiter keine Mittheilungenzugegangen, und sehen wir uns daher zu unserm grossen Bedauernveranlasst, uns auf die angegebene Anzahl beschränken zu müssen.
Aus denselben Gründen war es auch nicht möglich, lückenhafteAngaben zu vervollständigen.