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Hand- u. Adressbuch der Geschlechtsverbände u. Stiftungen
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Gescklecktsverbände und deren Entwickelung.

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im Gesammtkörper des ckristlicken Adels vor uns stekt, zu gleichemBeruf prädestinirt. Dass eine endgültige Organisation des Adelszunäckst wesentlich grösseren Schwierigkeiten begegnen wird, alsbeispielsweise die der Arbeit und des Handwerks, liegt nake. Wieaber jede kistorisck oder etkisck berechtigte Volks- und Interessen-Gruppe in der wiederzugebärenden Gesellschaft eben so gut zu be-stimmtem Gefüge wird eingesetzt werden müssen, wie die materialistischzum Zusammenschluss berechtigten, so der Adel. Dass dies keines-wegs sckablonistisck nach Kopfzahl wird geschehen können, dass viel-mehr innerhalb der Gemeinschaft in Gradirung der Rechte und Pflichteneine sehr eingehende Abwägung der Sonderbedeutung der einzelnenStandesschattirungen, dass beispielsweise eine führende Stellungdes ritterschaftlichen und in ihm wiederum des befestigtenGrundbesitzes wird Platz greifen müssen, bedarf wohl kaum derErwähnung.

Die Unklarheit und geringe Einheitlichkeit, die dem Beobachterder bisher vom Regierungstisch ausgegangenen Lösungsversuche dersozialen Frage aller Orten entgegengetreten — lässt den Riickscklussauf das Vorhandensein eines weitsichtigen mit der gesammten Volks-gemeinde auch deren höhere Schichten umfassenden Gründungsplanesnicht zu. Am wenigsten können wir uns der Hoffnung hingeben, dassdie moderne Staats-Auffassung, wenn sie nicht gründlichen Wandelerfährt, jemals daran denken werde, die Organisation eines Standes zuinauguriren, den sie sich gewöhnt hat, nur vom Gesichtspunkte eineshübschen alten Ornamentes der Gesellsckafts-Eagade zu betrachten,das zwar ganz leidlich aussieht, aber füglich ohne den Bau selbst zuschädigen wegfallen könnte.

Die Arbeit der lebenden, der wirkenden und schaffenden, vor-nehmlich aber auch der heranwachsenden Generation wird es sein,den ersehnten Wandel der Geister zu beschleunigen, das Verständnissfür die No t hwendigke it der Reorganisation der gesamm-ten Gesellschaft nicht nur in den Massen des Standes selbst zuentwickeln, sondern nach und nach in dessen meist noch immer vomSchleier des Liberalismus umnachteten leitenden Kreise und in dieDispositionen der Regierung hineinzutragen.

Wenn ihrem generellen Charakter entsprechend die „Adelsgenossen-schaft" neben ihren Bemühungen, nach dem Grade der ihr vom Standegewidmeten Theilnahme, das Stiftungswesen zu fördern, ihre Haupt-Aufgabe in der Verwaltung des, sagen wir, äusseren Ressorts derStandesverhältnisse erkennt, möchten wir den in erster Instanz wirken-den Geschlechtsverbänden darum das des Innern zusprechen. Wiedas grösste Reich einer gut geordneten in allen ihren Hebeln tadellos