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Der Zustand des Erdinnern
Entstehung
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war, so schwinden damit alle Schwierigkeiten. Die chemischenAnalysen der betreffenden Basalte zeigten (nach verschiedenenFundorten verschieden) 5257°/» Kieselsäure. Nun giebt esGesteine mit Quarz, Granit und Quarzdiorite mit 4952 V»Kieselsäure. In diesen hat das Vorkommen des Quarzes nichtsAuffallendes. Demnach konnte das Basaltmagma in der Tiefein ähnlicher Form, wie ein solches Gestein, ganz gut bestehen.Wenn nun durch Aufhebung des Drucks eine Verflüssigung desGesteinsmagmas in der Weise eintrat, daß die leichter schmelz-baren Bestandtheile in flüssiger Form erschienen, der schwererschmelzbare Quarz aber fest blieb, so mußte der flüssige Theildes Magmas, nach Abzug der als fester Quarz chemisch un-wirksam gewordenen Kieselsäure, verhältnißmäßig basisch sein,konnte also auch basische Mineralien, wie den Olivin, zur Aus-scheidung gelangen lassen.

Wollten wir das Magma des quarzführenden Basalts alsBestandtheil eines flüssigen Erdkerns ansehen, so würde dasGestein, obwohl thatsächlich existirend, vom chemischen Stand-Punkte eine Unmöglichkeit sein.

Blicken wir noch einmal zurück. Für die Beantwortungder Frage nach dem Aggregatzustande des Erdinnern waren dieErscheinungen der Präzession und Nutation zu Gunsten einer imwesentlichen festen Erde verwerthbar. Ebenso die Ebbe undFluth. Wurde die Lösung der Frage versucht unter Zugrunde-legung der Annahme, die Erde sei einst ganz flüssig gewesen,und betrachtet die Erstarrungsvorgänge, so ergab sich mit Wahr-scheinlichkeit die Festigkeit des Erdinnern, indem wir fanden,daß der Druck wenigstens für die die Erdkruste bildenden Sub-stanzen die Erstarrung begünstigt, vielleicht auch für die Be-standtheile des Erdinnern. Schließlich wurde gezeigt, daß dievulkanischen Eruptionen keineswegs nur möglich sind unter An-nahme eines flüssigen Erdinnern, sondern sehr wohl mit der

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