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Der Zustand des Erdinnern
Entstehung
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erkennt, eingeschlossen sind, zum Theil aber auch bei jeder Erup-tion in großer Menge den Kratern und den Lavaströmen entsteigen.

Die Möglichkeit, daß sich Flüssigkeiten und Gase mit demMagma in der Tiefe mischen, ist durch den Druck, unter demsie sich befinden, gegeben. Es ist experimentell festgestellt worden,daß Substanzen, die sich unter gewöhnlichen Verhältnissen nichtmit Wasser mischen, dies unter hohem Druck thun, wie ebensoauch die gesteigerte Löslichkeit der Gase unter Druck längstbekannt ist.

Wir haben uns also das Magma in der Tiefe heiß, mitFlüssigkeiten und Gasen gemischt, aber infolge des überdemselben lastenden Drucks der überlagernden Gesteine fest vor-zustellen.

Wird Paraffin in einem zugeschmolzenen Rohre erwärmt,selb st weit über seinen Schmelzpunkt, so bleibt es starr, weilder in dem geschlossenen Rohr entstehende Druck die Verflüssigungverhindert. Wird das Rohr geöffnet, der Druck vermindert, sotritt fast augenblicklich Schmelzung ein.

Wird der Druck über dem Gesteinsmagma derTiefe verringert, was z. B, durch Verschiebung, Spalten-bildung, Stauung in den überlagernden Gesteinen geschehen kaun,so tritt in dem Magma, das infolge des Drucks fest war,ganz oder theilweisc Verflüssigung ein. Der Grad derSchmelzung wird ein mehr oder weniger vollkommener sein.Es werden, falls die Druckverminderung sich bis in großeTiefen mit hohen Temperaturen erstreckt, mit anderen Worten einerheblicher Spalt die Erdrinde durchsetzt, selbst die am schwerstenschmelzbaren Bestandtheile des Magma mit verflüssigt werden.In anderen Fällen, wo die Druckverminderung weniger bedeutendist, wird die Wärme vielleicht nur ausreichen, um einen Theilder in dem intratellurischen Gestein befindlichen Stoffe in flüssigeForm zu bringen.

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