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rirung der oben besprochenen Berechnungen den Vulkanen zuLiebe an dem flüssigen Zustand der Erde festgehalten, oder dieFrage nach der Herkunft der Laven als eine offene be-handelt.
Ein ganz besonderes Verdienst, die von den Physikern be-hauptete Starrheit der Erde mit den Ergebnissen geologischerForschungen in Uebereinstimmung zu bringen, hat sich Reyererworben, ^ indem er überzeugend nachgewiesen hat, daß selbststarre Gesteine unter geeigneten Umständen in flüssigeLaven übergeführt und so zur Eruption gelangen können.
In folgendem wird gezeigt werden, wie die Eruption festerMagmen möglich ist, und daß gewisse Thatsachen der Gesteins-lehre, die das mikroskopische Studium der Felsarten offenbarthat, sich am einfachsten erklären lassen durch die von Reyerbehauptete Starrheit aller Laveu in der Tiefe.
Da die Silikate zu den Substanzen gehören, welche beidem Erstarren sich zusammenziehen, muß der Druck auf dieselbenverfestigend wirken. Die Moleküle derselben haben durch die hoheTemperatur das Bestreben, sich voneinander zu entfernen, welcheBewegung aber durch den die Moleküle einander nähernden Druckaufgehoben wird. Ein zweites Moment, welches berücksichtigtwerden muß, besteht in der mehrfach beobachteten Thatsache,daß das Magma von Flüssigkeiten durchtränkt ist.In zahlreichen Gesteinen hat man durch mikroskopische Unter-suchung Einschlüsse von Flüssigkeiten, Salzlösungen, Wasser undselbst flüssiger Kohlensäure unter solchen Verhältnissen entdeckt,daß an ein nachträgliches Hineingelangen derselben nicht zudenken und an der Ursprünglichkeit ihres Vorkommens imGestein nicht zu zweifeln ist. Daneben aber enthält das Ge-steinsmagma noch große Mengen von Gasen, welche zumTheil in den Gemengtheilen der Felsarten ebenso wie dieFlüssigkeiten, — die man bei Anwendung starker Vergrößerungen
Sammlung. N. F. V. 118. 3 ( S3S)