Druckschrift 
Der Zustand des Erdinnern
Entstehung
Seite
31
Einzelbild herunterladen
 

31

geworfen war, so mußte die innerhalb des Kraters befindliche Masse der Gang - lange glühend bleiben, da durch die überlagerndeDecke geschmolzener Lava und die durch den Transport der Gluth-masse erhitzten Seitenwände des Ganges eine rasche Abkühlungverhindert wurde. Fand aber doch Erkaltung und damit Kon-traktion statt, so ist nicht unwahrscheinlich, daß die zwar im Vo-lumen verringerte, aber doch noch zähe Masse durch Zusammensinkenin sich selbst, beziehungsweise Nachschub von unten, wieder denSeitenwänden des Kraters angeschmiegt wurde, so daß der ohnehinnicht bedeutende Betrag der Kontraktion, der bei der endgültigenFestwerdung entstehen mußte, sich der Beobachtung leicht ent-ziehen kann. Handelt es sich doch, wenn auch die Bildung vonKontraktionsrissen stattfindet, immer nur um ziemlich geringeProzentsätze der Gesteinsmasse bei der Zusammenziehung. Beieinem ohnehin schmalen Gang wird sich ein Kontraktionsriß, dervielleicht 1 "/o der Gangmasse beträgt, schwer beobachten lassen.Einen so großen Betrag der Kontraktion, wie ihn Bischofs Ver-suche ergeben hatten, weist die Beobachtung in der Natur nichtauf, und darin können wir Forbes Recht geben, daß er dieGröße dieser Zahlen angreift. Bei den Lagern von Eruptiv-gesteinen, welche nach Ansicht zahlreicher Geologen zum großenTheil sogenannteintrusive" Eruptivgesteine sind sd. h. solche,die zwischen andere Gesteine eingepreßt wurden), herrschenähnliche Verhältnisse, wie in den Gängen. Bestätigt werdendie vorstehenden Ausführungen dadurch, daß die inneren Theilemächtiger Basaltmassen z. B., welche oberflächlich Säulen-absondernng zeigen, diese Erscheinung nicht aufweisen.

Blicken wir noch einmal zurück. Die Betrachtung derPräzessions-und Nutationserscheinung, sowie der Ebbe-und Fluthhöhe sind zu Gunsten eines soliden Erdinnerndeutbar. Die Untersuchungen der Erstarrungserschei-nungen lassen sich bezüglich der Metalle vielleicht

(öS?)