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Der Zustand des Erdinnern
Entstehung
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immer an der Oberfläche bleibt und nicht sinkt". Ebensobemerkt er,daß eine Kruste vom Gewicht 2,65 nicht tief indie flüssige Masse der Erdkugel mit der mittleren Dichtigkeitvon 5,3 einsinken könne."

Alle Versuche, die wir im Laboratorium vornehmen können,leiden an dem Uebelstande, daß sie in viel zu kleinem Maßstabegegenüber den natürlich gegebenen Verhältnissen vorgenommenwerden müssen. Weder können wir mit großen Massen, nochunter hohen Druck- oder Temperaturverhältnissen arbeiten,wenigstens nicht annähernd unter den in der Natur vorkom-menden. Wenn z. B. eine Schwefelmasse im Laboratorium vonder Oberfläche her erstarrt, so liegt das wohl meist an denkleinen Dimensionen des Gefäßes, an dessen Wandungen diezuerst gebildeten festen Theile adhäriren und so am Sinken ver-hindert werden. Dann aber ist auch die Temperaturvertheilungeine andere, als in der Erde, und schließlich spielt die Druck-differenz zwischen den im Innern des Schmelztiegels befind-lichen Massen und den an der Oberfläche liegenden Theilen desSchmelzflusses keine Rolle. Ein weiterer Uebelstand, der kaumzu beseitigen ist, ist der, daß gerade die Theile, welche demhöchsten Druck unterworfen sind, die am Boden des Gefäßesbefindlichen, zugleich den höchsten Temperaturen durch die vonunten her erwärmende Flamme ausgesetzt sind. Daß dieZähigkeit des erstarrenden Schmelzflusses, welche das Einsinkender an der Oberfläche gebildeten festen Kruste in das Innereerschwert, bei den kleinen Dimensionen des Schmelzflusses imLaboratorium einen größeren Einfluß haben wird, als bei dererstarrenden Erde, liegt ans der Hand.

Das Verhalten der Metalle ist für die Entscheidung derFrage, ob die Erde fest oder flüssig sei, nicht von so erheblicherBedeutung, wie das Verhalten der Silikate. Diejenigen, welcheeinen feuerflüssigcn Kern der Erde annehmen, thun dies hanpt-

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