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Der Zustand des Erdinnern
Entstehung
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dadurch eine Zunahme ihrer Dichte, mußten also zu sinkenstreben. Wärmere Theile kamen so mit den abgekühlten inBerührung, wodurch letztere wieder erwärmt wurden, also auf-stiegen. Die tiefer liegenden Schalen hatten Wärme abgegeben,strebten zu sinken, trafen aber auf spezifisch schwerere Substanzen,die dies verhinderten. Also immer mußten die anfangs vielleichtsinkenden Theile der ersten Erstarrnngskruste wegen der Er-wärmung von unten her und wegen des höheren Gewichts dertiefer liegenden Theile wieder aufsteigen. So schließt Henessy,entgegengesetzt Hopkins, eine Erstarrung von der Peri-pherie her. Er giebt als Grenzwerthe für die Dicke derKruste 4 Meilen im Minimum und 15V Meilen im Maximnm an.

Der von Hennessy betretene Weg wurde später von vielenAnderen weiter verfolgt. Ehe indessen mit Hoffnung auf sichereErgebnisse an der Lösung der Frage weiter gearbeitet, werdenkonnte, mußte das Verhalten der Materie, speziell der erd-bildenden Substanzen, gegen Wärme, besonders aber auch gegenDruck, genauer studirt werden. Wenn wir bei Hennessy undHopkins namentlich eine genauere Würdigung des letztge-nannten Faktors vermissen, so liegt dies daran, daß die Unter-suchungen, welche das Verhalten der Körper beim Uebergangans dem flüssigen in den festen Zustand genauer kennen lehrten,zumeist in eine spätere Zeit fallen. Es mußte besonders genauuntersucht werden, ob die Körper beim Erstarren sich ausdehnenoder sich zusammenziehen, mit anderen Worten, ob das spezifischeGewicht derselben erniedrigt oder erhöht wird. Daneben mußtedas hiermit eng zusammenhängende Verhalten gegen Druck nähergeprüft werden. Wenn erkaltete Schlackenmassen von der Ober-stäche der Erde her in den Gluthball einsanken, so kamen sieunter veränderte Druckverhältnisse. Der erhöhte Druckkonnte verfestigend oder verflüssigend auf dieselben einwirken.Hopkins hatte die Bedeutung dieses Faktors erkannt, ohne

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