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dem enormen Druck innerhalb der Erde eine geringe Wärme-steigernng Schmelzung herbeiführen müsse. Später wird gezeigtwerden, daß der Vergleich der Gesteine mit Eis unzulässig ist,indem sich dieselben gerade entgegengesetzt verhalten. Der Druckerhöht die Schmelzwärme derselben. Außerdem macht Reyer^mit Recht die Bemerkung, daß aus den angegebenen Theoriendas Vorkommen von eruptiven Kalksteinen, Quarziten u. s. w.nothwendig gefolgert werden müsse, da ja auch diese Gesteine einenganz bedeutenden Antheil an dem Bau der Erdrinde haben.
Als Ursache der Faltung und Stauung, überhaupt dermechanischen Vorgänge in der Erdrinde, -— Vorgänge, für welcheman heute meistens die Zusammenziehung des erkaltenden Erd-balls verantwortlich macht,—bezeichnen die Neptunisten allein dieSchwere, welche sich geltend macht, wenn den Schichten die festeUnterlage durch Erosion entzogen wird. So wäre hier in letzterLinie die Sonnenwärme, welche den Kreislauf des Wassers be-wirkt, Ursache der Schmelzung der Gesteine. ^
Die Vertreter der heute noch ziemlich verbreiteten Ansicht,die Erde sei im wesentlichen flüssig, stützen sich zum Theilauf die Kantsche Hypothese der Planetenbildung. Aus derselbencheint unmittelbar und nothwendig zu folgen, daß die einstganz flüssige Erde sich bei der Erkaltung mit einer festen Krusteumgeben habe, daß das Innere noch flüssig sei. Theile diesesflüssigen Erdinnern werden durch die Vulkane an die Erdober-fläche befördert. Damit aber eine solche Beförderung möglichsei, muß die Kruste verhältnißmäßig dünn sein, sonst würdedie Lava auf ihrem weiten Wege durch das Gestein unterwegserhärten. Die Stärke der festen Kruste wird verschieden an-genommen, oft findet man die Dicke von etwa 5 Meilen ange-geben. Dies mit wenig Worten die Ansicht einer ganzen Zahl vonForschern, die sich noch in vielen Lehrbüchern der Geographie undGeologie findet, die auch von zahlreichen Gebildeten getheilt wird.
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