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Der Zustand des Erdinnern
Entstehung
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glühender Laven zweifellos festgestellt. Daß Gewässer vonSiedehitze, daß geschmolzene Gesteine von über 1000° Wärmedem Erdinnern entsteigen, beweist, daß dort hohe Temperaturenherrschen. Das allgemeine Vorkommen in den verschiedenstenGegenden der Erde, in der Nähe der Pole, wie am Aequator,macht die Annahme mancher Geologen von örtlichen Wärme-quellen unwahrscheinlich.

Solche lokale Wärmeherde sind in großer Zahl an-gegeben worden.° Ungefähr jeder chemische und mechanischeVorgang, der sich gelegentlich in der Erde abspielt, soll imstandefein, die Gesteine zu schmelzen oder Gewässer zu erhitzen. Soist die Oxydation von Kieslagern als Ursache der Schmel-zung der Laven bezeichnet worden, Steinkohlenbrände sindfür die besagten Wärmeerscheinungen verantwortlich gemacht.Gay Lussac benutzt die Wasseranfnahme von wasser-freien Chloriden, Davy die Oxydation von Metallen,namentlich Alkalimetallen zur Erklärung der Erscheinungen. Dochkönnen die angegebenen chemischen Ursachen aus zwei Gründennicht angenommen werden. Erstens müßten diese Vorgänge inganz außerordentlich großem Maßstabe stattfinden, einem Maß-stabe, wie er nie auch nur annähernd beobachtet wurde; sodannwäre doch zu erwarten, daß die ausgeworfenen Lavamassen ganzvorwiegend mit aus den die Wärme erzeugenden Massen bestehen, auch dafür fehlt jegliche Beobachtung.

Wenn Malles und andere Forscher der neptunistischenSchule besonders mechanische Wärmequellen angeben, so sind sienicht glücklicher. Sowohl die Faltung und Zusammenschiebung,als auch die Zertrümmerung der Gesteine müssen Wärme er-zeugen, dagegen läßt sich nichts einwenden. Man wußte nachden Untersuchungen von I. Thomson/ daß der Schmelzpunktdes Eises durch Druck erniedrigt wird. Dasselbe wurde für dieerdbildenden Gesteine angenommen; es wurde behauptet, daß bei

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