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der Gesteine. Bei der Verschiedenheit der Werthe, die für jedender drei genannten Faktoren möglich sind, darf es uns nicht über-raschen, daß das Ergebniß seiner Rechnungen sich innerhalbrecht weiter Grenzen bewegt; er fand als Maximum 400, alsMinimum 20 Millionen Jahre, als wahrscheinlichste Zahl werden90—200 Millionen Jahre angegeben. Abgesehen von den Fehlern,denen die Schätzung der Anfangstemperatur unterworfen seinmuß, läßt sich, wie Neumayr in seiner „Erdgeschichte" richtigerwähnt, gegen die Benutzung der geothermischen Tiefenstufender Einwand erheben, daß alle Bohrungen, deren Ergebnissebenutzt wurden, sich nicht in Gesteinen bewegten, welche alsBestandtheile der ursprünglichen Erstarrungskruste augesehenwerden können. Die Steinsalzlager von Sperenberg z. B. habenja nicht die Temperatur, die ihnen aus der Zeit der ersten Ab-kühlung zukommt, sondern sie sind Absätze eines Meeres, dieerst nachträglich wieder von unten her durchwärmt wurden.Es liegt auf der Hand, daß schon in dieser einen Thatsacheein unübcrsteigbares Hinderniß liegt, die nahe der Erdoberflächegewonnenen Ergebnisse auf die ganze Masse der Erde zu über-tragen. Außerdem wurde von Thomson nicht beachtet, daß durchdie mit der fortschreitenden Erstarrung zunehmende Znsammen-ziehung der Erde Wärme frei werden müßte, welche den Vorgangder Erkaltung wesentlich verzögerte. Wenn auch die Größe derso entstandenen Wärmemenge sich vorläufig der zahlenmäßigenFeststellung entzieht, so darf man doch mit Sicherheit behaupten,daß Thomsons Zahlen zu gering sind, daß somit auch die Ein-wände, welche gegen die Theorien Darwins und Lyells, welcheja ungeheure Zeiträume in Anspruch nehmen, mit Hülfe dieserZahlen geinacht wurden, hinfällig sind.
Die durch die Wärmemessungen gefundene Thatsache, daßim Erdinnern höhere Temperaturen herrschen, ist schon durchdie einfache Thatsache des Vorkommens heißer Quellen und
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