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angetroffen wird, und dafür 9,6 Meilen gefunden. Keineswegsaber ist damit gesagt, — wie weiter unten ausführlicher gezeigtwerden soll — daß in dieser Tiefe thatsächlich Laven imSchmelzfluß befindlich sind; es ist also damit keineswegs etwaeine Dicke der Erdkruste von 10 Meilen berechnet.
Von vielen Seiten, namentlich der Neptunisten, wurdendie Messungen von Sperenberg benutzt, um selbst das Vorhanden,sein eines heißen Erdkerns zu leugnen. Die Annahme einesheißen Erdkerns, für welche noch anderweitige, unten zu er-örternde Beobachtungen sprechen, ist durchaus nothwendig, und wirdauch durch die in Schladebach gefundenen Zahlen nicht wider-legt. Sagt mau aber, der Erdkern sei flüssig, so geht manentschieden zu weit, noch mehr, wenn man auf irgend eine Weisedie Dicke der Erdkruste mit Hülfe der eben besprochenen Be-obachtungen berechnen wollte. Wir wissen wenig genaues überdie Größe des Einflusses, den der Druck der nach Verflüssigungder Stoffe strebenden Wärme entgegensetzt. Später wird dieseSeite der Frage näher beleuchtet werden, nur soviel mag hierschon gesagt sein, daß der Einfluß des Drucks höchst wahr-scheinlich den der Temperatur bedeutend überwiegt,daß also gerade die Temperaturbeobachtungen für einen festestErdkern zu sprechen scheine».
Auch eine Verwerthung der Bohrresultate für die Alters-bestimmung der Erde ist ausgeschlossen. Eine solche Berech-nung, welche von Seiten vieler Geologen mit Freuden begrüßtwurde, hat der englische Physiker und Geolog William Thomsonangestellt. Er ging von der Kant-Laplaceschen Hypothese aus,daß die Erde sich einst in glühend-flüssigem Zustande befundenhabe, und berechnete die Zeit, die seit der Bildung einer festenKruste verflossen sein soll. Seine Berechnungen gründeten sichaus drei Faktoren: die Temperatur der Erde bei Beginn der Er-starrung, die geothermischen Tiefenstufen und die Leitnngsfähigkeit
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