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Der Zustand des Erdinnern
Entstehung
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Temperaturzunahme bezeichnen, dürfen wir solchen Gesetzen nichtallzuviel Werth beilegen. Wir dürfen es immerhin schon alsein werthvolles Ergebniß betrachten, wenn die mit aller Vorsichtausgeführten Messungen von Schladebach zeigen, daß innerhalbder Tiefe bis zu 1500 Meter eiu ungefähr gleichmäßigesZunehmen der Temperatur stattfindet.°

Schon die Schwierigkeiten, welche der Beobachtung in Bohr-löchern entgegenstehen, machen die Verwerthung der Resultatezu allgemein gültigen Schlußfolgerungen unmöglich. DasEindringen der Oberstächengewässer, durch welches die Wärmeder Gesteine erniedrigt wird, ist nicht zu verhindern; chemischeVorgänge, durch den Zutritt von Luft oder Wasser hervorgerufen,können die Temperatur erhöhen; Spalten, welche unterirdischeGewässer hinaufführen, müssen an der Stelle, wo der Bohrensie durchschneidet, eine lokale Temperaturerhöhung anzeigen.Da immer einige Zeit verläuft, bis das Thermometer an dieerbohrte Stelle gebracht werden kann, spielt auch noch die Wärme-kapazität, bezw. Leitungsfähigkeit des Gesteins eine wichtigeRolle. Fassen wir alle diese Momente, deren Vorhandenseindie Messungsergebnisse verdunkelt, ins Auge, so müssen wirzugeben, daß wir kaum Aussicht haben, jemals zur Bildungeines allgemein gültigen Gesetzes für die Wärmezunahme zugelangen. Wir werden uns wohl mit dem bisher gefundenenDurchschnittsergebniß begnügen müssen, mit der Angabe,daß die Wärme auf je 30 Meter um 1°0. zunimmt.

Eher könnte man schon aus den Messungen in Bergwerken,in welchen das Thermometer sich in frisch geschlagenen Bohr-löchern anbringen läßt, genane Resultate erhoffen.

Unter der Voraussetzung, daß die Wärme in der Tiefeähnlich zunimmt, wie in der Nähe der Erdoberfläche, hat manaus den Schladebacher Temperaturbeobachtungen die Tiefeberechnet, in welcher 1600°, die Schmelzwärme der Laven^

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