gänglich gewesen sind. Die angegebenen Tiefen spielen imVerhältniß zum Durchmesser der Erde gar keine Rolle. DasSperenberger Bohrloch smit 1293 Meter) nimmt nur ungefährden zehntausendsten Theil des Erddurchmessers stnit12712 Kilometer) ein, ist also so unbedeutend, daß es sich aufeinem Globus von gewöhnlichen Größenverhältnissen gar nichtzur Darstellung bringen ließe.
Daher darf es uns nicht wundern, daß die Frage nach derSubstanz des Erdinnern durch den Bohrer ihrer Lösungnicht näher geführt wurde. Dieselben Schichten, dieselben Ge-steine, welche von der Oberfläche her bekannt sind, hat er auchin den Tiefen angetroffen. Wir sind daher bezüglich der Stoffe,die den Erdkern bilden, lediglich auf Vermuthungen beschränkt,und müssen, wollen wir überhaupt der Frage näher treten, voneiner Hypothese, der Kant-Laplaceschen Theorie von der Entstehungder Planetensysteme, ausgehen. Nehmen wir derselben ent-sprechend an, daß die Erde sich aus einem anfangs gasförmigen,dann glühend flüssigen, rotirenden Körper entwickelt habe, sokönnen wir, den Gesetzen der Mechanik entsprechend, behaupten,daß sich die Stoffe im großen und ganzen nach ihrem spezifischenGewicht geordnet haben, indem die schwereren dem Zentrum desrotirenden Körpers zustrebten, die leichteren die peripherischenTheile einnahmen. Diese Reihenfolge wird durch die Beob-achtung in den uns zugänglichen Theilen der Erdrinde bestätigt.Die leichtesten Substanzen umgeben als Lufthülle den festenErdkörper, darauf folgt die Wassermaffe mit dem specifischenGewicht von ungefähr 1, dann die festen Gesteine. Auch diesesind, von einigen Unregelmäßigkeiten abgesehen, sso müssen diehochgradig veränderten echten Sedimentärgesteine außer Achtbleiben) oberflächlich im allgemeinen leichter, als in der Tiefe.Es ist ziemlich sicher erwiesen, daß die sogenannten saurenEruptivgesteine, wie z. B. die Granite und ähnlichen Gesteine,
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