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Der Zustand des Erdinnern
Entstehung
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Einwände geltend machen lassen, daß die Erscheinungen,auf welche die Hypothese sich gründet, auch mit der Annahme,die Erde sei fest, vereinbar sind, daß sogar, nach demheutigen Stande der Wissenschaft, manche Erscheinungen mirder Annahme des flüssigen Erdkerns unvereinbar sind,!

Eine Entscheidung, ob der Erdkern flüssig oder fest ist, dieDeutung aller einschlagigen Erscheinungen und ihre Erklärungdurch eine der beiden Möglichkeiten, dürfte zur'Zeit noch nichtmöglich sein. Man kann bis jetzt nur mit größerer oder ge-ringerer Wahrscheinlichkeit ein Urtheil abgeben.

Wollte man aber darum die Frage nach dem Zustand desErdinnern überhaupt für eine müßige erklären, so gingeman zu weit. Auch die Spekulation hat ihre Berechtigung inder Naturwissenschaft, sobald die Beobachtung versagt. Nurdürfen die beobachteten und die erschlossenen Thatsachen nichtgleichwerthig nebeneinander gestellt, beziehungsweise verwechseltwerden.

Das, was wir vom Zustande des Erdinnern thatsächlichwissen, ist recht wenig. Ist es doch bis jetzt nur gelungen,bis zu ganz außerordentlich geringen Tiefen in das Innere derErde vorzudringen. Die tiefsten Bergwerke erstrecken sich nurwenig über 1000 Meter in die Tiefe; in Bohrlöchern hat manin dem bis jetzt tiefsten, bei Schladebach, 1748 Meter erreicht,das von Lieth bei Elmshorn war mit 1330 Meter mehrereJahre hindurch das tiefste, das bei Sperenberg, berühmt wegender in demselben angestellten Temperaturbeobachtungen, geht1293 Meter tief. Nehmen wir hinzu, daß die Bohrlöcher meistKur eine oder wenige Formationen dnrchteufen, so hat dasvon Lieth einen rothen Sandstein nicht durchsunken, das vonSperenberg ist innerhalb des Steinsalzes beendet worden, somögen diese wenigen Angaben genügen, um zu zeigen, daß dieinneren Theile der Erde der Beobachtung fast gar nicht zu-

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