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und, falls dieselben sich nicht in Einklang bringen lassen, zuversuchen, eine bessere, neue Hypothese an Stelle der alten zusetzen.
Ganz besondere Vorsicht ist bei der Verwendung vonHypo thesen zur Begründung anderer zu beobachten. Nicht seltenwird dadurch ein Zirkelschluß herbeigeführt. Um ein Beispielhierfür anzuführen, wird in der Darwin-Dana'schen Theorieder Korallenbauten zu Erklärung derselben angenommen, daßder Meeresboden an den Orten, wo sich solche Bauten finden,sich in Senkung befinde, oder genauer, eine positive Ver-schiebung der Strandlinie stattfinde. Andererseits wird oft dasVorhandensein von Korallenbauten als Beweis für die Senkungeines Gebietes angeführt. Der Schluß ist unrichtig: das, wasim letzten Satz als bewiesen gilt, war für den ersten SatzVoraussetzung, Annahme. Wie gefährlich ein solcher Fehlschlußsein kann, zeigt der Hinweis auf die neuerdings von Semperund Murray aufgestellte Theorie, welche gerade negativeVerschiebung der Strandlinie als Bedingung für das Vorhanden-sein von Korallenbauten in manchen Gegenden voraussetzt, und nachwelcher man mit demselben Rechte folgern könnte, daß z. B. dieGegend der Pelew-Jnseln ein Gebiet von Hebungen des Meeres-grundes sei. Es ist hier nicht der Ort, zu entscheiden, welche derbeiden Theorien die größere Wahrscheinlichkeit hat, nur darauf seihingewiesen, daß aus dem Vorkommen von Korallenbauteu alleinauf positive oder negative Verschiebung der Strandlinie keinSchluß gestattet ist, so lange nicht eine der beiden Hypothesendurch den unmittelbaren Nachweis der Hebung oder Senkungals die alleingültige nachgewiesen ist.
Der Zweck des vorliegenden Vertrages ist der Nachweis, daßdie von vielen Forschern vertheidigte, von zahlreichen Gebildetenangenommene Meinung, das Innere der Erde sei flüssig,eine Hypothese ist, gegen welche sich schwerwiegende
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