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Der Zustand des Erdinnern
Entstehung
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Meinungen gegenüberstellten, so müssen auch sie mit zu denVätern der Geologie gerechnet werden, da gerade der Kanipfzwischen den Schülern Werners, den Neptunisten, und denAnhängern o. Buchs, den Plutonisteu, Veranlassung zu einergroßen Zahl von heut noch gültigen Beobachtungen wurde undden Grund zu den jetzt noch geltenden Theorien legte.

Es ist unnöthig, noch mehr Fälle aufzuzählen, wo Hypo-thesen, auch wenn sie falsch waren, befruchtend eingewirkt haben.Auf Schritt und Tritt begegnen wir den Beweisen für die auf-gestellte Behauptung, wenn wir die Geschichte der Naturwissen-schaften durchblättern.

Andererseits ist nicht zu verkennen, daß eine Gefahr fürden wahren Fortschritt unserer Natnrerkenntniß darin liegt,wenn Hypothesen infolge der Auffindung zahlreicher damit inEinklang stehender Thatsachen oder auch nur gewissermaßen durchden täglichen Umgang mit denselben allmählich im Bewußtseindes Forschers aufhören, Hypothesen zu sein. Das Operiren mitsolchen Hypothesen wie mit Thatsachen, ihre Verwendung zurBegründung neuer Hypothesen kann die Wissenschaft ebenso sehrzurückbringen, wie sie sie anfangs förderte. Da führen dieVersuche, alle Erscheinungen mit der als Thatsache angesehenenHypothese in Einklang zu setzen, oft zu den abenteuerlichstenBehauptungen und wunderlichsten Vorstellungen. Jede Hypothesesoll nur das sein und sein wollen, was sie ist, ein Erklärungs-versuch für eine Reihe von Erscheinungen, die Zusammenfassungmehrerer Einzelthatsachen unter eine gemeinsame, nicht un-mittelbar beobachtete oder beobachtbare Ursache. Laßt sicheine neu gefundene Thatsache der früher gebildeten Hypothesenicht unterordnen, so ist es Sache des gewissenhaften Arbeitersauf wissenschaftlichem Gebiet, nicht die Beobachtung von derHypothese aus zu kritisireu, wie es gelegentlich geschieht, sondern

von der beobachteten Thatsache aus die Hypothese zu prüfen

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