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wurde, ist keineswegs als eine der jüdischen Bevölkerung znkommende Rasseneigenthümlichkeit zu betrachten, sie beruht viel-mehr darauf, daß die Juden des westlichen Europas nur seltenBeschäftigungen sich widmen, welche die Gesundheit schädigen oderdurch Unfälle das Leben in Gefahr bringen. Ein Unterschiedzwischen der Lebensdauer der Juden und der christlichen Bevöl-kerung läßt sich in solchen Ländern nicht nachweisen, wo — wiez, B. in Galizien und in gewissen Theilen Nußlands — dieJuden ein erhebliches Kontingent zum Arbeiterstand stellen."Einen gewissen Antheil an der für Westeuropa nachgewiesenenlängeren Lebensdauer der Juden mag wohl auch der Umstandhaben, daß Letztere das Bedürfnis zum Genuß geistiger Ge-tränke weniger empfinden, als ihre christlichen Mitbürger. — Da-für, daß Zwillings- und Drillingsgebnrten bei den Juden weitseltener vorkommen, als bei Christen, fehlt es bis jetzt noch aneiner zureichenden Erklärung. Die geringere Sterblichkeit derWöchnerinnen und der Kinder unter 5 Jahren, wie sie für diejüdische Bevölkerung Englands und Deutschlands nachgewiesenist, erklärt sich aufs ungezwungeste durch die besonders liebe-volle Fürsorge und Aufmerksamkeit, welche die, durch einen hoch-entwickelten Familiensinn sich auszeichnenden Gatten und Väterjüdischen Glaubens ihren Angehörigen zuwenden. Die soebenerwähnte hochgradige Entwickelung des Familiensinnes ist aberihrerseits wiederum ein Ergebniß früherer sozialer Zustände; derin Bedrückung lebende, vom Staatsleben fast vollständig aus-geschlossene Jude vergangener Jahrhunderte suchte natürlich imKreise seiner Familie die Freuden, die ihm außerhalb derselbenversagt blieben. — Was speciell die jüdischen Frauen anlangt,so mag die strenge Regelung der geschlechtlichen Beziehungendurch das jüdische Gesetz bis zu einem gewissen Grade dazu bei-tragen, dieselben in guter Gesundheit zu erhalten. Eben daraufberuht es wohl auch, daß nur ein sehr geringer Prozentsatz von
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