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Rassenmischung im Judenthum
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des Mittclalters oder gar erst i» neuerer Zeit stattgehabtenVermischung verschiedener ethnischer Elemente beruhe. Vielmehrdeuten, wie bereits erwähnt, alle Umstände darauf hin, daß jeneRassenmischung, auf welche die Blondhaarigkeit und Blanäugig-kcit der Juden im Orient mit größter Wahrscheinlichkeit zurück-zuführen ist, im wesentlichen noch vor dem Beginne der christ-lichen Acra zu einer Zeit, wo die Juden ein selbständiges Staats-wesen bildeten, sich vollzogen hat.

Mit der Auffassung der heutigen Juden als einer ans ver-schiedenen ethnischen Elementen sich zusammensetzenden Mischrassesteht die Thatsache im Einklang, daß, abgesehen von der imvorhergehenden besprochenen Haar-, Augen- und Hautfarbe, auchhinsichtlich anderer körperlicher Eigenthümlichkeiten nicht nurunter den Juden verschiedener Länder, sondern auch unter den-jenigen, welche ein und dasselbe Gebiet bewohnen, nicht un-erhebliche Verschiedenheiten nachgewiesen werden können. Soweisen von den 67 Juden des russischen Gouvernements Minsk,bei denen W. Dybowsky anthropologische Messungen vorgenommenhat, 19,3 Prozent die Langschüdelform jDolichokephalie), 26,9Prozent die mittellange Schädelform jMesokephalie) und d3,SProzent die Kurzschädelform sBrachykephalie) auf,^ währendI. Majer und I. Koperuicki aus den von ihnen bei 316galizischen Juden vorgenommenen Schädelmessungen völlig ab-weichende Ziffern, nämlich nur 4,6 Prozent dolichokevhale,108 Prozent mesokephale und 84,9 Prozent brachykephaleSchädel berechnen.^ Den von Majer und Koperuicki vorge-nommenen Messungen stehen hinsichtlich ihrer Ergebnisse die-jenigen nahe, welche B. Blechmann ^ uns Anregung L. Stiedasan 100 vorwiegend ans Lithauen, Livland und Kurlandstammenden Juden vorgenommen hat. Unter denselben ist diekurze Schädelform mit 86 Prozent, die mittellange mit 11Prozent und die lange nur mit 3 Prozent vertreten. Das

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