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annahmen. Groß war damals anch die Zahl der zum jüdischenGlanben übergetretenen Personen, die am Hofe der jüdischenFürsten eine einflußreiche Stellung einnahmen; dieselben werdenim Talmud als „Proselyten der königlichen Tafel" bezeichnet.^Um hier sogleich einige Bemerkungen über das Verhalten derJuden in einer späteren Epoche — nämlich zur Zeit, wo sieunter römischer Herrschaft standen — anzuknüpfen, so verdankenwir Josephns ausführliche Mittheilungen über die Häufigkeitdes Uebertritts zum Judenlhum zur Zeit der Nömerherrschaft.Unter Tiberius bot der Uebertritt einer vornehmen Römerinden Anlaß zur ersten Judenverfolgung." Die Frauen, welchesich keiner Beschneidnng zu unterwerfen hatten, neigten ammeisten zum Jndenthnm, und ebenso, wie in Damaskus zahl-reiche Heidinnen zum jüdischen Bekenntniß übertraten, gab esauch in Rom in allen Schichten Anhängerinnen dieses Glaubens.Andererseits beweisen die Edikte, welche gegen die Beschneidungvon Nichtjuden erlasseil wurden, daß auch Männer übergetretenwaren. Im Hinblick auf die soeben erwähnten Thatsachen istes jedenfalls ouiu grnuo sniis zu nehmen, wenn der römischeGeschichtsschreiber Tacitus bemerkt, daß die Juden des römischenReiches sich nicht mit anderen Völkern vermischt hätten undhinzusetzt: lUivimruin eorwnbitn abstinent. Daß ein Jude einMädchen heidnischen Glaubens zur Frau nahm oder umgekehrt,kam allerdings nicht vor; sobald aber das betreffende Mädchenoder der betreffende Mann zum Jndenthnm übergetreten war,was nach den geschichUichen Zeugnissen sehr häufig stattgefundenhat, so war damit das in Rede stehende Ehehindcrniß beseitigt.Mit Recht weist auch I. Neubauer^ darauf hin, daß die inden Schriften der Apostel sich findenden Citate aus dem altenTestamente, insofern sie bei den Empfängern der Episteln einegewisse Bibelkenntnisz voraussetzen, darauf hindeuten, daß beimBeginne unserer Zeitrechnung die Bevölkerung Kleinasiens und
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