der Sonne zurückzuführendes Rosaroth/ unter dem jedoch derhelle Grundton der Hautfürbung deutlich hervortritt. Die inRede stehenden Darstellungen lassen auch die hohe Statur,das regelmäßige Profil jcharakterisirt insbesondere dadurch,daß der Nasenrücken als eine Fortsetzung der etwas schrägnach vorn abfallenden Stirn erscheint) und die überausenergischen und martialischen Züge dieser Bevölkerung deutlicherkennen.
Nach den obigen Feststellungen unterliegt es also keinemZweifel, daß, ehe noch die Jsraeliten Palästina inBesitz genommen hatten, ein Theil dieses Landes voneiner durch hellen Teint, röthliches Bart- und Haupt-haar und blaue Augen gekennzeichneten Bevölkerung,— also einer Rasse, welche die charakteristischenEigenthümlichkeiten des germanischen Zweiges dergroßen arischen Völkerfamilie auswies — bewohntwar. Die Denkmäler und Aufzeichnungen Altäghptens lehrenuns aber ferner, daß diese weiße, von der semitischen Bevölkerungdes heiligen Landes sich wesentlich unterscheidende Rasse auchnach der Eroberung Palästinas durch die Jsraeliten daselbstweiter existirte. Die auf einem ägyptischen Wandgemälde ausder Epoche der 22. Dynastie zur Darstellung gebrachten Krieger,welche Shishak zur Zeit Rehobeams in seinem Kriege mit denStädten Judas zu Gefangenen gemacht hat, haben nicht jüdische,sondern amoritische Gesichtzüge, Sie haben durchaus nichtsgemein mit jenen, auf dem schwarzen Obelisk von Nimrnd mitdeutlich ausgesprochener jüdischer Physiognomie dargestelltenMännern, welche den Tribut Jehus überbringen. Es muß alsonoch im 10. Jahrhundert der vorchristlichen Aera das Gros derBevölkerung im südlichen Judäa von amoritischer d. i, indo-germanischer Abkunft gewesen sein, und ist es unter solchenUmständen leicht erklärlich, daß, wie oben bemerkt, noch heutzutage
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