6
entgegentreten, fand er, daß auf dem Wandgemälde einesth ebanischen Grabes der Herrscher von Kadesch am Orontes mitweißer Haut und Hellem röthlich-braunem Haar zur Darstellunggebracht ist. Nun war Kadesch die südliche Hauptstadt derHittiter sChittiter oder Kheta), nachdem dieses Volk Syrien er-obert hatte; aber die altägyptischen Inschriften bezeichnen dieseStadt als „im Lande von Amaur gelegen", und daß der indem besagten Grabe dargestellte Herrscher von Kadesch vonamoralischer Herkunft gewesen sein muß, dieser Schluß ergiebt
Amoritcr.
sich ans der Thatsache, daß die Hittiter auf den WandgemäldenAltägyptens mit gelber oder orangefarbiger Haut, dunklem Haarund dunklen Augen, sowie mit häßlichen Gesichtszügen undanderen sogleich zu erörternden Eigenthümlichkeiten dargestelltsind. Im Gegensatz zu der soeben erwähnten Erscheinung derHittiter treten uns die Amaur (Amoriter) auf den von FlindersPetrie reproduzirten Wandgemälden und Skulpturen als eindurch körperliche Schönheit sich auszeichnendes Volk mit sub-aquilinen Nasen und nach unten spitzzulanfendem Kinnbartentgegen. Bart und Haupthaar sind röthlichbrann; die Haut-farbe ist nach dem letzterwähnten Gelehrten ein auf die Einwirkungcn«>