Druckschrift 
Alexander der Grosse
Entstehung
Seite
28
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greifbar, Alexander aber wiederholte, was er am Anfang feinerRegierung in Thessalien geübt, überstieg auf ungangbar ge-glaubten Wegen den Abhang des Gebirges, erhielt, indem ervon Blühen und Beschwerden stets den Löwenantheil für sichnahm, den Muth und die Spannkraft seiner Krieger und standvor Persepolis, ohne daß es Jemand geahnt hätte. Die Be-stürzung von Besatzung, von Beamten läßt sich nicht schildern,nicht die Größe der Schätze, nicht die Wichtigkeit der Papiere,die hier in Alexanders Hände fielen, aber es ereilte ihn hierdie Folge des Prinzips, das er von Anfang an ans seineFahnen geschrieben hatte- Rache zu nehmen für die von denPersern zerstörten Tempel Griechenlands, Hundertmal hattensolche Worte Paradiren müssen, wo es galt, die Truppen zuKampf und Anstrengung anzufeuern, jetzt erhob sich inmittender überangestrengten, erhitzten Krieger der Schrei, Vergeltungzu üben, Paläste und Regierungsgebände in Menge warenhier in die Hände der Sieger gefallen, denn Tempel kanntendie Perser bei ihrer unsinnlichen Gottesverehrnng nicht, undAlexander mußte das Wort wahr machen, weil er es gesprochen,es ward ein Theil der Paläste den Flammen geopfert. Wirsind über den Hergang nicht näher unterrichtet, doch die Sacheist nicht abzuweisen. Es erhebt sich selbst die bis dahin niegehörte Beschuldigung, der König sei nicht nüchtern gewesen,als er den Befehl ertheilt. Aber Arrian sagt nichts davon,wohl aber spricht er von einem Abrathen Parmenios, es seienja jetzt des Königs Paläste, was auf eine Berathung hinzu-weisen scheint. Der König gab dem Schreien der Menge nach,weil ihm sein Wort verpfändet schien, dem Feldherrn bedünktemit den Umständen die Sache verändert. Aber wäre auch dieBeschuldigung wahr, so wäre es nicht das erste Mal, daßdauernder Aerger und Ueberanstrengnng der Trunkenheit denWeg gebahnt hätten.

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