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Alexander der Grosse
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und Sitten theile: so hatte er sie bis dahin in die Hände derLandeskinder gelegt, seinen Makedonien! nur die bewaffneteMacht und jene Oberaufsicht vorbehalten, welche dem Herrscherden nothwendigsten Einfluß sichert. Etwas anders ward dashier, wo jene Landeskinder eben Diejenigen waren, die bis dahinvorzugsweise gegen die Makedonier in den Waffen gestandenhatten, wo die Stellen doppelt einträglich, doppelt einflußreichwaren. Hier Hütte sie der makedonische Adel vorzugsweise nurzu gern als seine durch Schweiß und Blut verdiente Beute be-trachtet und verging in Aerger und Eifersucht, wenn er sah,vaß Alexander nun die persischen Großen, die sich unterwarfen,als seine Großen ansah, sie mit Statthalterschaften betraute,an die Person des Königs heranzog, in Rang und Ehren sieMakedonien: gleichstellte. Der König besetzte Babylon undumgab sich dort, der Sitte des Landes huldigend, mit einemglänzenden Hofe, schuf dazu eine Menge neuer Bedienungen,beseitigte die Einfachheit, in welcher er bis dahin mit denSeinigen verkehrt hatte. Das hatte seine bedenkliche Seite.Mochten ihm so auch gewaltige Schätze in Babylon in dieHände gefallen sein, mochte seine Freigebigkeit in verschwen-derischem Maße den Wünschen der Makedonier entgegenkommen:es mehrte sich in des Königs Nähe das Murren und die Un-zufriedenheit, und je größer die Hingebung war, mit welcherder gemeine Soldat seinen stets siegreichen Feldherrn vergötterte,desto finsterer ward die Miene der Offiziere, die sich um dierechte Frucht ihrer Blühen betrogen glaubten. Es war inmancher Beziehung günstig, daß die Verhältnisse keine langeRuhe gestatteten: Darius hatte sich mit den immerhin nochansehnlichen Trümmern seines Heeres ans die persische Hochebenenach Ekbatana gerettet, für Alexander immer noch eine Wetter-wolke, und der steile Abfall der Gebirge, die Schwierigkeit derPässe machten ihn und das Innere des Perserlandes fast unan-